Die WM Nachrichten von heute und was sonst noch so los ist

WM heute - alles Neue von der deutschen Nationalmannschaft

WM heute: News vom 15.07.2018 31. WM Tag

Frankreich gewinnt WM-Titel mit Multi-Kulti-Truppe

Frankreich nach 1998 erneut Weltmeister

Quelle: SID

Multi-Kulti gewinnt - das ist eine der Botschaften, die Frankreichs neue Fußball-Helden mit ihrem WM-Triumph um den Globus schickten. Zehn der elf Spieler aus der Startelf im Finale gegen Kroatien (4:2) haben Eltern oder Großeltern aus aller Welt. Nur der Stuttgarter Bundesligaprofi Benjamin Pavard ist da eine Ausnahme. Die Mannschaft in der Übersicht:

Hugo Lloris: Der Torwart der Equipe Tricolore hat über seinen Vater katalanische Wurzeln.

Raphael Varane: Der Vater des Innenverteidigers kommt von der französischen Karibikinsel Martinique.

Samuel Umtiti: Varanes Abwehrkollege wurde in Kamerun geboren und kam im Alter von zwei Jahren nach Frankreich.

Lucas Hernandez: Sein Vater ist spanischer Abstammung, Hernandez wurde in Frankreich geboren. Er ging aber im Alter von vier Jahren mit seinen Eltern nach Spanien. Als Folge spricht er Französisch mit spanischem Akzent.

N'Golo Kante: Der Staubsauger vor der Abwehr hat malische Wurzeln, seine Eltern kamen 1980 aus Afrika nach Frankreich.

Paul Pogba: Die Eltern des Mittelfeldstars kommen aus Guinea, Pogbas ältere Brüder wurden noch in Afrika geboren.

Kylian Mbappe: Der beste Nachwuchsspieler der WM hat seine Wurzeln ebenfalls in Afrika. Sein Vater stammt aus Kamerun, seine Mutter kam aus Algerien nach Frankreich.

Antoine Griezmann: Der Atletico-Star trägt über seine Mutter zur Hälfte portugiesisches Blut in sich. Sein Vater stammt aus einer Familie, die von Deutschland nach Frankreich zog. Daher kommt auch Griezmanns "deutscher" Nachname.

Blaise Matuidi: Die Wurzeln des Juventus-Spielers liegen in Afrika. Sein Vater kommt aus Angola, seine Mutter ist Kongolesin.

Olivier Giroud: Der Weltmeister-Stürmer hat verwandtschaftliche Verbindungen nach Italien. Beide Großmütter Girouds stammen von dort.


WM heute: News vom 12.07.2018 31. WM Tag

Final-Schiedsrichter Pitana im Fokus - aber "Handelfmeter korrekt"

Quelle: SID

Kroatien fühlte sich im WM-Finale gegen Frankreich (2:4) betrogen, doch nach Meinung der Experten entschied Schiedsrichter Nestor Pitana zumindest beim Handelfmeter richtig. Vor dem Führungstor der Franzosen aber unterlief dem unsicheren Argentinier ein Fehler.

"Der Handelfmeter war korrekt", sagte der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer in der Bild-Zeitung über Pitanas Entscheidung vor dem 2:1 für Frankreich durch Antoine Griezmann (38.). Der Referee hatte das Handspiel von Ivan Perisic erst nach Ansicht der Fernsehbilder mit Strafstoß geahndet.

"Man kann den Elfmeter geben. Ohne Videobeweis hätte es ihn nicht gegeben", sagte ZDF-Experte Urs Meier, ebenfalls ehemaliger Unparteiischer. Der Schweizer fügte spöttisch hinzu, FIFA-Präsident Gianni Infantino habe ja gesagt, dass er mit dem Videobeweis mehr Gerechtigkeit haben wollte, "jetzt haben wir mehr Gerechtigkeit".

Dem 1:0 der Equipe Tricolore durch ein Eigentor von Mario Mandzukic nach einem Freistoß für Frankreich sei dagegen "eine Schwalbe" von Griezmann vorausgegangen, sagte Meier. "Ich hatte gehofft, dass daraus kein Tor fällt. Leider ist es dann so gekommen."

Kinhöfer sagte zur fraglichen Szene: "Der Video-Schiedsrichter darf die Situation nicht prüfen. Außerhalb des Strafraums darf er nur bei Roten Karten oder Spielerverwechslungen eingreifen."

Kroatiens Trainer Zlatko Dalic meinte: "Ich werde nicht über den Schiedsrichter urteilen. Er hat so entschieden, wie er es gesehen hat." Zähneknirschend fügte er an: "In einem WM-Finale gibst du so einen Elfmeter aber nicht."


WM heute: News vom 15.07.2018 31. WM Tag

Berthold: "Bierhoff muss weg!"

Quelle: SID

Der frühere Nationalspieler Thomas Berthold (53) hat massive Kritik am DFB-Team geäußert und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu einer Trennung von Direktor Oliver Bierhoff aufgefordert. Die Nationalmannschaft habe bei der WM in Russland "ein erbärmliches Bild abgegeben", schrieb der Weltmeister von 1990 in seiner kicker-Kolumne: "Der Imageschaden ist riesig. Ein Hauptverantwortlicher ist für mich Oliver Bierhoff. Der Manager muss weg."

Im Detail legte Berthold Bierhoff zur Last: "Die mittlerweile völlig überzogene Kommerzialisierung, die Verwissenschaftlichung und die Entfremdung der Nationalmannschaft von Fans und Medien ist auf ihn zurückzuführen. Das Tischtuch mit Jogi Löw ist ebenso zerrissen."

Letzteres hatte Bierhoff zuletzt in mehreren Interviews dementiert. Die Kritik in Sachen Kommerzialisierung nehme er sich zu Herzen, hatte er außerdem betont. Sie sei Teil der umfassenden WM-Analyse, die er und Bundestrainer Löw Ende August vorlegen wollen.

Berthold forderte einen "großen Schnitt" in der Nationalmannschaft "ohne Rücksicht auf private Bande, alte Verdienste oder gemeinsame Berater. Zurück zu Profis, die sich nicht wichtiger nehmen, als sie sind, die sich nicht selbst in die Tasche lügen, und sich wieder über Leistung definieren. Keine polierten Bübchen, sondern Männer mit ungestilltem Hunger nach Erfolg."

Auch das "Team um das Team", das Bertholds Zählung zufolge in Russland 118 Personen umfasst habe, müsse "massiv ausgedünnt werden. Niemand braucht so viele Helfershelfer." Der DFB listete in seinem Betreuerstab in Russland neben dem fünfköpfigen Trainerteam um Löw aber nur 51 Mitarbeiter auf.


WM heute: News vom 15.07.2018 31. WM Tag

Packing-Analyst Reinartz: Nur Tunesien schwächer als DFB-Team

Quelle: SID

Packing-Analyst Stefan Reinartz hat der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt und Bundestrainer Joachim Löw aufgefordert, seinen Spielstil zu überdenken. Beim Verteidigen gegnerischer Konter sei Deutschland bei der WM in Russland "die zweitschwächste Mannschaft des gesamten Turniers" gewesen, sagte der frühere Bundesliga-Profi der Süddeutschen Zeitung: "Schwächer war nur Tunesien."

Reinartz betreibt mit seinem ehemaligen Mitspieler Jens Hegeler die Impect GmbH, die mit Pässen und Dribblings aus dem Spiel genommene, also "überspielte" Gegner misst. Das sogenannte Packing ist inzwischen eine der Kennzahlen bei der Analyse von Fußballspielen.

Sich beim Neuaufbau der DFB-Elf einzelne Spieler herauszupicken, gehe "auf jeden Fall in die falsche Richtung", sagte Reinartz (29), das gehe "am Kern vorbei". Es handle sich um "ein komplexes Mannschaftsthema".

Löw habe den deutschen Tugenden spielerische Elemente hinzugefügt: "Jetzt braucht die Story ein neues Kapitel." Das gehe auch mit dem von Löw bevorzugten Ballbesitzfußball, "aber dann muss es wieder funktionieren, dass der Gegner nicht über die Mittellinie kommt".

Der frühere Leverkusener hielte es für unfair, die Schuld am deutschen Vorrunden-Aus den Innenverteidigern in die Schuhe zu schieben. "Mats Hummels war die ärmste Sau des Turniers", sagte er mit Blick auf die fehlende Absicherung im Mittelfeld. Während im Schnitt pro Spiel 51 Deutsche überspielt worden seien, waren es bei Weltmeister Frankreich nur 20. Deutschland habe die meisten Gegner überspielt, "war also spielerisch eine der stärksten Mannschaften, aber hat es nicht ins letzte Drittel geschafft".

arbeiter auf.


WM heute: News vom 12.07.2018 28. WM Tag

Kroatien feiert riesige WM-Party: "Das Wunder aller Wunder"

Quelle: SID

Tränen und Freudenschreie, Umarmungen und Gesänge, Feuerwerk und bengalische Fackeln: In Kroatien kannte der Jubel nach dem erstmaligen Einzug in ein WM-Finale keine Grenzen mehr. Besonders in der Hauptstadt Zagreb begann mit dem Schlusspfiff eine riesige Party.

"Kroatien steht im WM-Endspiel! Das ist so schön. Das Wunder aller Wunder in Russland!", rief Kommentator Drago Cosic vom TV-Sender HRT, als in Moskau der Schlusspfiff ertönte. Kroatien hatte England nach einem harten Kampf mit 2:1 (1:1, 0:1) nach Verlängerung bezwungen und kämpft nun am Sonntag (17.00 Uhr MESZ/ZDF und Sky) gegen Frankreich völlig überraschend um den Titel.

In Zagreb trotzten Tausende Fans in der größten Fanzone des Landes dem Regen und feuerten die "Feurigen" ("Vatreni") an, während die Partie auf einer riesigen Leinwand live übertragen wurde. Schon jetzt gelten die Nationalspieler um Luka Modric als Nationalhelden.

In der FIFA-Weltrangliste belegt Kroatien nur den 20. Platz, nie zuvor seit der Einführung der Rangliste im Dezember 1992 hatte eine so tief eingestufte Mannschaft das WM-Finale erreicht. Mit nur 4,2 Millionen Einwohnern ist Kroatien zudem das kleinste Land seit Uruguay 1930 (rund 1,9 Millionen), das bis ins Endspiel vorstieß.


WM heute: News vom 12.07.2018 28. WM Tag

Kroatien im WM-Endspiel gegen Frankreich

Quelle: SID

Das Überraschungsteam Kroatien greift nach seinem ersten WM-Titel. Das Team um Superstar Luka Modric von Real Madrid setzte sich im zweiten WM-Halbfinale im Moskauer Luschniki-Stadion gegen das Fußball-Mutterland England mit 2:1 (1:1, 0:1) nach Verlängerung durch und trifft im Endspiel am Sonntag (17.00 Uhr MESZ/ZDF und Sky Deutschland) auf Vize-Europameister Frankreich.

Die Treffer für die Kroaten erzielten die Ex-Bundesliga-Profis Ivan Perisic (68.) und Mario Mandzukic (109.). Für England traf Kieran Trippier (5.) per Freistoß zum frühen 1:0. Die Franzosen hatten am Dienstag Belgien in St. Petersburg mit 1:0 bezwungen. Belgier und Engländer bestreiten am Samstag (16.00 Uhr MESZ) in St. Petersburg das Spiel um Platz drei.


WM heute: News vom 10.07.2018 26. WM Tag

Die Sport-Höhepunkte am Dienstag, 10. Juli 2018

Quelle: SID

Frankreich und Belgien ermitteln bei der WM in Russland den ersten Finalisten. Für die Franzosen wäre es nach dem Titelgewinn 1998 und der Niederlage 2006 gegen Italien das dritte WM-Endspiel, für Belgien das erste. Anpfiff in St. Petersburg ist um 20.00 Uhr.

Beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon kämpfen die deutschen Topspielerinnen Angelique Kerber aus Kiel und Julia Görges um den Einzug ins Halbfinale. Die frühere Finalistin Kerber tritt im ersten Match ab 14.00 Uhr MESZ gegen die Russin Daria Kassatkina an. Görges trifft direkt im Anschluss in ihrem ersten Grand-Slam-Viertelfinale auf die Niederländerin Kiki Bertens.

Die Sprinter-Tage bei der 105. Tour de France gehen nach der Unterbrechung durch das Teamzeitfahren weiter. Dabei bietet sich den deutschen Assen Marcel Kittel, Andre Greipel und John Degenkolb auf der 195 km langen vierten Etappe von La Baule nach Sarzeau erneut die Chance auf den ersten deutschen Etappensieg bei der laufenden Frankreich-Rundfahrt.


WM heute: News vom 09.07.2018 25. WM Tag

Frankreich erwartet hartes Stück Arbeit im Halbfinale: "Müssen unglaublich gut sein"

Keeper Lloris erwartet mit Belgien einen dicken Brocken

Quelle: SID

Vize-Europameister Frankreich stellt sich vor dem WM-Halbfinale gegen Belgien auf ein ganz hartes Stück Arbeit ein. Kapitän Hugo Lloris schwärmte vor dem Nachbarschaftsduell am Dienstag (20.00 Uhr MESZ/ARD und Sky Deutschland) von den Roten Teufeln als "momentan ausgeglichenste Mannschaft überhaupt". Die Equipe Tricolore müsse in St. Petersburg als "Kollektiv" dagegenhalten, so der Torhüter weiter: "Wir werden ein unglaublich gutes Team sein müssen, um dem standzuhalten."

Nationaltrainer Didier Deschamps, der personell aus dem Vollen schöpfen kann, hat seine Schützlinge auf die flexible, athletische Spielweise der Belgier vorbereitet. "Belgien ist nicht ohne Grund hier, sie haben im Viertelfinale ein tolles Spiel gegen Brasilien (2:1) gemacht, mit einem sehr speziellen Matchplan. So etwas erwarten wir nun auch", verriet der Weltmeister von 1998.

Damals gewann er im eigenen Land den WM-Pokal an der Seite von Thierry Henry, der seit 2016 Belgien als Assistenztrainer unterstützt. Deschamps betonte vor dem pikanten Wiedersehen: "Ich mag ihn sehr und freue mich für ihn. Er ist auf den richtigen Zug aufgesprungen. Aber natürlich ist das eine schwierige Situation für ihn, er ist jetzt ein Gegner seines Heimatlandes."

Was Deschamps und Henry vor 20 Jahren gelang, wollen Lloris und Co. nun ebenfalls schaffen. "Wir sind ein toller Mix aus erfahrenen und jungen Spielern. Wir wollen als Kollektiv unsere Grenzen überwinden und nach dem Schönsten greifen, was es im Fußball gibt", sagte der Keeper von Tottenham Hotspur: "Wir wollen uns in Frankreichs Fußball-Geschichte verewigen."

Les Bleus könnten in Russland zum insgesamt dritten Mal nach 1998 und 2006 in ein WM-Endspiel einziehen. Vor zwölf Jahren in Deutschland verlor Frankreich das Finale gegen Italien im Elfmeterschießen.


WM heute: News vom 09.07.2018 25. WM Tag

ZDF: Rethy kommentiert WM-Finale

Bela Rethy kommentiert am 15.Juli sein drittes WM-Finale

Quelle: SID

Bela Rethy kommentiert für das ZDF am Sonntag (17.00 Uhr MESZ) das Finale der Fußball-WM in Russland. Die Nominierung des 61 Jahre alten Journalisten bestätigte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann am Montag auf SID-Anfrage.

Rethy kommt damit zu seinem dritten Einsatz bei einem WM-Finale. Der gebürtige Wiener kommentierte bereits die WM-Endspiele 2002 zwischen Deutschland und Brasilien sowie 2010 zwischen Spanien und den Niederlanden. Bei EM-Endrunden setzte das ZDF den Reporter auch für die Finals 1996, 2004 und 2012 ein.


WM heute: News vom 06.07.2018 22. WM Tag

Bierhoff: "Man hätte überlegen müssen, ob man sportlich auf Özil verzichtet"

Quelle: SID

Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff hat Fehler im Umgang mit der Erdogan-Affäre eingeräumt und erstmals von einem Verzicht auf Weltmeister Mesut Özil bei der WM in Russland gesprochen: "Wir haben Spieler bei der deutschen Nationalmannschaft bislang noch nie zu etwas gezwungen, sondern immer versucht, sie für eine Sache zu überzeugen. Das ist uns bei Mesut nicht gelungen. Und insofern hätte man überlegen müssen, ob man sportlich auf ihn verzichtet", sagte Bierhoff in einem Exklusivinterview mit der Welt.

Özil hat sich seit den Mitte Mai in London entstandenen Bildern mit dem umstrittenen türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in der Öffentlichkeit im Gegensatz zu Ilkay Gündogan nicht geäußert und blieb auf Erlaubnis des DFB auch dem Medientag im Trainingslager fern. Nach dem historischen WM-Aus in der Vorrunde wurde Özil von der Öffentlichkeit zu einem der Sündebocke auserkoren und harsch kritisiert.

"Ich glaube, die Tatsache, dass Mesut und Ilkay die Fotos gemacht haben, hat die Mannschaft nicht so sehr beschäftigt. Aber die Debatte war nachhaltig. Im Rückblick würde ich versuchen, dieses Thema noch klarer zu regeln", sagte Bierhoff.

Der Europameister von 1996 kündigte zudem "tiefgreifende Veränderungen" an: "Was zu einer 14 Jahre währenden Erfolgsgeschichte beigetragen hat, darf nicht einfach ignoriert werden. Klar ist aber, dass wir alles auf den Prüfstand stellen müssen, personell und strukturell", sagte Bierhoff: "Dazu gehören die Zusammenstellung des Kaders genauso wie die internen Abläufe. Es muss Einschnitte auf allen Ebenen geben. Wir haben uns in Russland nicht als Mannschaft präsentiert. Das ist etwas, was mir besonders wehtut."

Die immer öfter thematisierte Entfremdung zwischen den Fans und der Nationalmannschaft hat Bierhoff nach eigenen Angaben "registriert" und nimmt "diese Wahrnehmung sehr ernst", wehrt sich diesbezüglich jedoch auch gegen einige Behauptungen.

"Im Trainingslager sind die Spieler teils mit dem Fahrrad zum Trainingsplatz gefahren, haben bei den wartenden Fans angehalten und Autogramme geschrieben. Oft wird da einiges verklärt, denn solch eine Nähe gab es zu meiner aktiven Zeit nie", sagte Bierhoff.


WM heute: News vom 04.07.2018 20. WM Tag

England bejubelt Elfmeter-Helden: "So stolz auf unsere Jungs!"

Quelle: SID

Der WM-Viertelfinaleinzug der englischen Fußball-Nationalmannschaft durch den Elfmeterkrimi gegen Kolumbien (4:3 i.E.) hat in der Heimat große Euphorie ausgelöst. "Ich könnte nicht stolzer sein auf das englische Team - ein Sieg im Elfmeterschießen! Ihr habt Euch den Platz unter den letzten Acht der WM verdient und Ihr sollt wissen, dass das ganze Land am Samstag hinter Euch steht", schrieb Prinz William bei Twitter.

Auch Formel-1-Champion Lewis Hamilton jubelte beim Kurznachrichtendienst: "BEAST MODE!!! So stolz auf unsere Jungs, weil sie Durchhaltevermögen bewiesen und nie aufgegeben haben." Für die Three Lions war es der ersehnte erste Erfolg in einem Elfmeterschießen bei einem großen Turnier seit dem EM-Viertelfinale 1996. Nächster Gegner am Samstag (16.00 Uhr MESZ/ARD) in Samara ist Schweden.

Die Spieler gehen die nächste Hürde auf dem Weg zum ganz großen Coup euphorisiert und voller Selbstvertrauen an. "Das gibt uns den nötigen Glauben für das Schweden-Spiel. Dafür gehen wir gleich wieder an die Arbeit", sagte Torhüter Jordan Pickford nach der Nervenschlacht vom Punkt, bei der er den fünften Versuch von Carlos Bacca parierte. "Wir spüren eine große Erleichterung", sagte Kapitän Harry Kane.


WM heute: News vom 03.07.2018 20. WM Tag

Medien: Löw bleibt Bundestrainer

Quelle: SID

Joachim Löw bleibt trotz des historischen WM-Debakels nach Informationen der Bild und der Sport Bild Bundestrainer. Das vermeldeten beide Medien am Dienstag. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte Löw trotz des blamablen Ausscheidens in der Vorrunde bei der WM in Russland das Vertrauen ausgesprochen.

Löw hatte das Amt 2006 als Nachfolger von Teamchef Jürgen Klinsmann übernommen. Höhepunkt seiner Amtszeit war der Gewinn des WM-Titels 2014 in Brasilien. Der 58-Jährige hatte seinen Vertrag im Mai um zwei Jahre bis 2022 verlängert.


WM heute: News vom 03.07.2018 20. WM Tag

WM in Russland: Alle Welt- und Europameister seit 2004 nicht mehr dabei

Quelle: SID

Die Fußball-WM in Russland ist ein Turnier der Favoritenstürze. Sämtliche Welt- und Europameister seit 2004 sind entweder ausgeschieden oder haben sich erst gar nicht qualifiziert. Dies führt zu dem überraschenden Fakt, dass eines der folgenden Länder auf jeden Fall das Finale am 15. Juli erreichen wird: Russland, Kroatien, Schweden, Schweiz, Kolumbien oder England.

Folgende Champions sind gescheitert oder nicht dabei:

EM 2004: Griechenland - ist in den Play-offs an Kroatien gescheitert (1:4/0:0)

WM 2006: Italien - ist in den Play-offs an Schweden gescheitert (0:1/0:0)

EM 2008: Spanien - ist im Achtelfinale an Russland gescheitert (3:4 im Elfmeterschießen)

WM 2010: Spanien - siehe EM 2008

EM 2012: Spanien - siehe EM 2008 und WM 2010

WM 2014: Deutschland - ist als Gruppenletzter in der Vorrunde gescheitert

EM 2016: Portugal - ist im Achtelfinale an Uruguay gescheitert (1:2)

Theoretisch könnten sich in Russland im Finale am 15. Juni zwei Mannschaften gegenüberstehen, die noch nie Welt- oder Europameister geworden sind. Ein Ex-Weltmeister wird im Viertelfinale zwischen Uruguay (Weltmeister 1930 und 1950) und Frankreich (1998) ausscheiden. Rekord-Champion Brasilien (1958, 1962, 1970, 1994, 2002) zog am Montag durch einen 2:0-Sieg ins Viertelfinale ein. Der letzte verbliebene Ex-Champion spielt am Dienstag: England (1966) trifft auf Kolumbien. Bereits im Viertelfinale steht Gastgeber Russland (als Sowjetunion Europameister 1960), das gegen Kroatien vor einer schweren Aufgabe steht.

Länder ohne große Titel sind in Russland noch Kroatien, Belgien, Schweden, die Schweiz und Kolumbien.


WM heute: News vom 02.07.2018 19. WM Tag

Tor und Vorlage gegen Mexiko: Neymar führt Brasilien in Viertelfinale

Quelle: SID

Neymar läuft langsam heiß: Dank seines Superstars hat Rekord-Champion Brasilien den nächsten Schritt auf dem Weg zum sechsten Stern gemacht und das Favoritensterben bei der WM in Russland gestoppt. Neymar führte die Selecao gegen Deutschland-Schreck Mexiko mit seinem zweiten Turniertor (51.) und einer Vorlage zum 2:0 (0:0)-Sieg und ins Viertelfinale gegen Belgien oder Japan. Die Mexikaner konnten dagegen ihren Achtelfinal-Fluch nicht besiegen und schieden zum siebten Mal in Folge in der Runde der letzten 16 aus.

Neymars Führungstreffer war ein Augenschmaus. Der teuerste Fußballer der Welt leitete das Tor mit einem Hackentrick an der Strafraumgrenze auf Willian ein, der bis kurz vor die Grundlinie durchsprintete und zurückpasste auf Neymar, der nur noch einzuschieben brauchte. Es war das 227. Tor in Brasiliens WM-Geschichte - Rekord, Deutschland kommt auf 226. Das 2:0 durch den eingewechselten Ex-Hoffenheimer Roberto Firmino (88.) leitete Neymar ein.

Beim 222-Millionen-Mann lagen allerdings Genie und Wahnsinn mal wieder nahe beieinander. Als Miguel Layun dem am Boden liegenden Stürmerstar in einer Spielpause (71.) aus Versehen leicht auf den Knöchel stieg, tat der sich windende und zuckende Neymar so, als ginge es zu Ende mit ihm. Wenig später lief er wieder aufs Feld.

Kleiner Wermutstropfen für die Brasilianer: Casemiro vom Champions-League-Sieger Real Madrid wird im Viertelfinale am Freitag (20.00 Uhr MESZ) in Kasan gelbgesperrt fehlen.

Die Mexikaner stellten die Selecao vor 41.970 Zuschauern in Samara zunächst vor ähnliche Probleme wie Weltmeister Deutschland im ersten Gruppenspiel: Giftig in den Zweikämpfen, blitzschnell auf den Beinen und mutig im Pressing, hinterließen sie sichtbaren Eindruck beim Rekord-Champion.

Vor allem über den flinken Linksaußen Carlos Vela fuhren die Mexikaner immer wieder gefährliche, schnörkellose Angriffe. Auch Hirving "Chucky" Lozano war über rechts ständiger Unruheherd. Die Brasilianer vermissten dort den am Rücken verletzten Marcelo, den Filipe Luis nicht gleichwertig ersetzen konnte. Der Ex-Leverkusener Javier Chicharito Hernandez, frisch blondiert ins Spiel gegangen, blieb dagegen unauffällig.

Allein die Durchschlagskraft fehlte den Lateinamerikanern, so dass Brasiliens Torwart Alisson nur selten gefordert war. Nachdem sich die Mexikaner gut 20 Minuten lang ausgetobt hatten, übernahmen die Südamerikaner allmählich die Initiative. Der bemühte Neymar spielte sich in der 25. Minute die bis dahin beste Chance der Brasilianer heraus, tanzte Edison Alvarez und Hugo Ayala im Strafraum aus, scheiterte mit seinem Schuss aber an Torwart Guillermo Ochoa.

Das war der Startschuss zur ersten brasilianischen Drangperiode, in der Jesus (33.) die beste Chance hatte, aber auch nicht an Ochoa vorbeikam. Der mexikanische Torwart hatte bei der WM vor vier Jahren in Brasilien die Gastgeber im Gruppenspiel (0:0) mit zahlreichen Weltklasseparaden in die Verzweiflung getrieben.

Danach gewann die Selecao, angetrieben durch Neymar und Philippe Coutinho, immer mehr die Oberhand. Mexiko musste durchschnaufen, als es in die Halbzeitpause ging.

Danach drückte Brasilien weiter, Mexiko kam nur noch vereinzelt zu Kontern. Bei einem dieser Gegenstöße, die El Tri mitunter ähnlich unkonzentriert zu Ende spielte wie beim Sieg gegen Deutschland, übersah Jesus Gallardo den freistehenden Lozano - praktisch im Gegenzug schlug Neymar zu. Paulinho (59.) und der starke Willian (63.), Antreiber vom FC Chelsea, und Neymar (68.) vergaben die frühzeitige Vorentscheidung. Die Führung war mittlerweile hochverdient.

digte, ist mit einer Quote von 51,00 notiert.


WM heute: News vom 02.07.2018 19. WM Tag

Sportwetten: Löw bleibt Bundestrainer – Kuntz führt Kandidatenliste an

Quelle: SID

Bundestrainer Joachim Löw darf beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) weitermachen - damit rechnet der Sportwettenanbieter bwin. Mit einer Quote von 1,70 geht das Unternehmen davon aus, dass der Weltmeister-Coach von 2014 seine Karriere in DFB-Diensten fortsetzen und beim nächsten Länderspiel am 6. September gegen Frankreich wieder auf der Trainerbank Platz nehmen wird.

Im Falle eines Löw-Rücktritts hat Ex-Nationalspieler Stefan Kuntz die besten Karten auf den Posten des obersten deutschen Übungsleiters. Übernimmt Kuntz, zahlt bwin das 4,00-Fache des Einsatzes zurück.

Hoch gehandelt werden mit einer Quote von 6,00 auch Leipzig-Manager Ralf Rangnick und der frühere BVB-Trainer Matthias Sammer. Sichert sich der DFB weiterhin die Dienste von Horst Hrubesch, der im Nachwuchsbereich große Erfolge gefeiert hat, zahlt bwin das 10,00-Fache zurück.

Lässt sich Ex-Bayern-Coach Jupp Heynckes zu einer Rückkehr auf die Trainerbank überreden, ist die Quote mit 11,00 überraschend hoch notiert. Übernimmt Jürgen Klopp, gibt es das 15,00-Fache des Einsatzes. Ebenfalls mit Quote 15,00 traut der Sportwettenanbieter Ex-Arsenal-Teammanager Arsene Wenger gute Chancen zu. Zinedine Zidane, der unlängst bei Champions-League-Sieger Real Madrid kündigte, ist mit einer Quote von 51,00 notiert.


WM heute: News vom 30.06.2018 17. WM Tag

"Top vorbereitet": Uruguay mit breiter Brust gegen Portugal

Quelle: SID

Uruguay geht mit Respekt vor Weltfußballer Cristiano Ronaldo, aber mit noch mehr Vertrauen in die eigene Stärke in das WM-Achtelfinale gegen Portugal. "Wir sind näher dran denn je, unsere Ziele zu erreichen. Wir haben eine gewisse Ruhe. Nun müssen wir unsere Qualitäten auf den Platz bringen", sagte Trainer Oscar Tabarez vor dem Duell am Samstag (20.00 Uhr MESZ/ARD) in Sotschi: "Jeder Spieler ist bereit."

Dies unterstrich Stürmerstar Luis Suarez. "Portugal ist amtierender Europameister. Es kann keine größere Motivation für uns geben", sagte der Angreifer vom FC Barcelona, der in der Vorrunde zweimal getroffen hatte: "Wenn du die WM gewinnen willst, musst du jeden Gegner schlagen." Sein Team sei "top vorbereitet" und gehe "mit voller Gelassenheit in das Spiel".

Coach Tabarez adelte Ronaldo in der Pressekonferenz am Freitagabend in Sotschi als "einen der besten Spieler auf der Welt. Natürlich schauen wir auch auf ihn. Er ist der Leader des Teams", sagte der 71-Jährige: "Wir müssen versuchen, ihn zu limitieren."

Auf seine Defensive konnte sich Uruguay bislang verlassen. Die Südamerikaner sind das einzige Team, das bei der WM bislang ohne Gegentor geblieben ist. Zudem gewannen Suarez und Co. alle drei Vorrundenspiele. Vor allem das abschließende 3:0 gegen Gastgeber Russland (3:0) imponierte.


WM heute: News vom 30.06.2018 17. WM Tag

Podolski: Ein Gefühl, "dass da keiner vorangeht"

Quelle: SID

Ex-Nationalspieler Lukas Podolski, Fußball-Weltmeister von 2014, hat beim bitteren WM-K.o. der Nationalmannschaft in Russland die Führungspersönlichkeiten im DFB-Team vermisst. "Ich hatte einfach das Gefühl, dass da keiner vorangeht. Jeder war mehr oder weniger mit sich selbst beschäftigt, aber der unbedingte Wille am Ende, der fehlte", schrieb der Ex-Kölner und -Münchner in seiner Express-Kolumne (Samstagausgabe).

Nach 2014 hätten Leistungsträger wie Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Per Mertesacker oder er selbst aufgehört: "Es soll nicht überheblich klingen. Aber ein paar Typen fehlten einfach."

Podolski betonte, dass Bundestrainer Joachim Löw auf jeden Fall weitermachen müsse: "Es gibt derzeit einfach keinen Besseren als ihn. Für mich ist es auch viel zu einfach, wegen drei Spielen zu sagen: Es geht nicht mehr mit ihm. Wir sollten froh sein, dass wir ihn haben. Löw kann noch mal einen Umbruch einleiten."

Die Gründe für das Ausscheiden "liegen für mich auf der Hand. Da hat es sportlich und in der Mannschaft irgendwie nicht gestimmt", so Prinz Poldi weiter. Das sei ja schon während der Vorbereitung ein schleichender Prozess gewesen. "Aber da wurden die Probleme vielleicht einfach vernachlässigt und gesagt: Im Turnier, da sind wir dann da. Das läuft aber eben einfach nicht immer so", so Podolski.

Der 33-Jährige glaubt auch, dass die jungen Spieler nicht gegängelt werden dürfen: "Lasst den jungen Talenten mehr Freiheiten! Die Ausbildung wird doch mittlerweile nur noch darauf ausgelegt, dass wir elf Saubermänner auf dem Platz haben."

Keiner habe mehr Ecken und Kanten, keiner macht mal etwas Überraschendes. "So blöd es vielleicht klingt: Das spiegelt sich auch auf dem Platz wider. Für die besonderen Erfolge braucht man eben auch besondere Typen", betonte der jetzt bei Vissel Kobe in Japan unter Vertrag stehende Offensivspieler.


WM heute: News vom 30.06.2018 17. WM Tag

Gomez: "Zu keiner Zeit eine homogene Mannschaft"

Mario Gomez hadert mit fehlendem Teamgeist im DFB-Team

Quelle: SID

Fußball-Nationalspieler Mario Gomez hat zwei Tage nach dem Sensations-K.o. von Weltmeister Deutschland bei der WM in Russland den fehlenden Teamgeist in der Nationalmannschaft moniert. "So hart es klingt. Wir waren zu keiner Zeit eine homogene Mannschaft auf dem Feld. Dieser Kritik müssen wir uns stellen", schrieb der Angreifer des VfB Stuttgart am Freitag bei Instagram. Er habe das nicht für möglich gehalten, "dass das diesem tollen Team passieren kann..."

Der 32-Jährige machte aus seiner Gefühlslage kein Geheimnis: "Auch am zweiten Tag danach fühlt es sich noch beschissen an. Wir haben diesmal aber nicht mehr als die Vorrunde verdient." Gomez richtete seinen Blick schon nach vorne. "Jetzt brauche ich erst mal ein wenig Zeit, das zu verarbeiten. Aber nach Regen kommt immer Sonne", schrieb er.


WM heute: News vom 28.06.2018 15. WM Tag

Japan verzockt sich und kommt durch Fair-Play-Wertung weiter

Quelle: SID

Verzockt, aber trotzdem weiter: Japan ist mit Hängen und Würgen dank einer historischen Fair-Play-Entscheidung ins WM-Achtelfinale eingezogen. Die Asiaten verloren zwar gegen die bereits ausgeschiedenen Polen 0:1 (0:0), entschieden aber das Duell um den zweiten Platz gegen das punkt- und torgleiche Team aus Senegal für sich - weil sie in der Fair-Play-Wertung besser platziert waren. Die Afrikaner verloren in Samara ebenfalls 0:1 gegen Kolumbien. Auf diese Weise ist in der WM-Geschichte noch nie eine Gruppe entschieden worden.

Im Achtelfinale wird es für Kolumbien und Japan hart, die Gegner sind England und Belgien. Wer gegen wen spielt, entscheidet sich im Aufeinandertreffen der beiden europäischen Schwergewichte am Donnerstagabend in Kaliningrad.

Bayern-Star Robert Lewandowski und seine Polen, die schon vor dem Spiel keine Chance mehr auf den Achtelfinal-Einzug hatten, reisen immerhin mit dem ersten Sieg im Gepäck nach Hause. Der Bundesliga-Torschützenkönig verlässt Russland allerdings ohne Treffer, er blieb wie schon häufiger in dieser Saison in wichtigen Spielen den Beweis seiner angeblichen Weltklasse schuldig. Das Tor in Wolgograd erzielte Jan Bednarek (59.).

Japans Trainer Akira Nishino hatte vor dem Gruppenfinale völlig überraschend seine Erfolgself auseinandergerissen. Er stellte sein Team im Vergleich zum 2:2 gegen den Senegal gleich auf sechs Positionen um, viel Prominenz blieb zunächst draußen. Unter anderem der Dortmunder Shinji Kagawa, der Kölner Yuya Osako und auch Kapitän Makoto Hasebe von Eintracht Frankfurt saßen auf der Bank.

Gotoku Sakai, Spielführer des Zweitligisten Hamburger SV, kam dagegen zu seinem ersten WM-Einsatz. Angesichts der Hitze in Wolgograd hatte Nishino vor dem Anpfiff ein ökonomisches und effektives Spiel seiner Mannschaft angekündigt.

Der Plan schien vor 42.189 Zuschauern zunächst aufzugehen. Die quirligen Asiaten rissen schnell die Spielkontrolle an sich und setzten auch in der Offensive Akzente, ohne allerdings wirklich gefährlich zu werden. Auf der anderen Seite suchten die Polen immer wieder Lewandowski, der sich in Anfangsphase als Ballverteiler versuchte, danach aber immer mehr die Bindung zum Spiel verlor.

Entsprechend hatte die beste polnische Chance vor der Pause nicht der Bayern-Star, sondern Kamil Grosicki, dessen sehenswerter Kopfball Eiji Kawashima mit einer spektakulären Parade entschärfte. Die Torlinientechnik zeigte, wie knapp es war: Der Ball hatte schon etwas mehr als zur Hälfte die Torlinie überquert, als der Keeper des FC Metz ihn parierte.

Nach der Pause brachte Nishino den Noch-Kölner Osako für Shinji Okazaki. Doch für neuen Schwung konnte auch der 28-Jährige zunächst nicht sorgen. Die Polen zogen sich weiter zurück und warteten ihrerseits auf Konter. Ein von Lewandowski gut eingeleiteter Vorstoß hätte fast zum Erfolg geführt, doch Kawashima rettete in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Münchner.

Wenig später konnte aber auch der Torhüter nichts mehr machen. Nach einem Freistoß von Rafal Kurzawa ließ die japanische Hintermannschaft Bednarek völlig frei stehen. Der Abwehrspieler hatte keine Probleme, sein erstes Länderspieltor zu erzielen.


WM heute: News vom 28.06.2018 15. WM Tag

Liste: Elf Tiefpunkte der deutschen Turniergeschichte

Quelle: SID

Vom Achtelfinal-Aus 1938 über die Schande von Gijon bis hin zur Katastrophe von Kasan: Elf Tiefpunkte der deutschen Turniergeschichte.

WM 1938 in Frankreich - Aus im Achtelfinale

Vor der WM wird die seit Mai 1937 in 16 Begegnungen ungeschlagene "Breslau-Elf" gesprengt. Grund: Bundestrainer Sepp Herberger wird nach dem "Anschluss" Österreichs von den Nazis gezwungen, Spieler aus der Wiener Schule zu integrieren. "Aus zwei guten mach' eine Bessere! Oh heilige Einfalt!", schreibt Herberger in seinem Tagebuch. Der Versuch misslingt: Gegen die Schweiz gibt es in Paris ein 1:1, das Wiederholungsspiel endet trotz 2:0-Führung 2:4. Das Aus.

WM 1962 in Chile - Aus im Viertelfinale

Erstmals bestreitet Deutschland ein großes Turnier außerhalb Europas. Nach vier Spielen geht es schon wieder zurück - so schnell wie zuletzt 1938. Die Gruppe gewinnt das DFB-Team zwar, im Viertelfinale gegen Jugoslawien (0:1) wird Sepp Herberger dann für seine defensive Taktik bestraft. In Deutschland wird der Bundestrainer stark kritisiert, hält aber an seinem Posten fest. Erst zwei Jahre später übergibt er an Helmut Schön.

EM 1968 - Aus in der Qualifikation

Zum ersten und bis heute einzigen Mal verpasst ein DFB-Team ein Turnier aus sportlichen Gründen. Am 17. Dezember 1967 kommt der Vize-Weltmeister mit Günter Netzer und Wolfgang Overath in der "Schmach von Tirana" gegen Albanien nicht über ein 0:0 hinaus. "Wir waren damals eine große Nation im Fußball, und Albanien war ein Zwerg. Damals gab es im Fußball ja noch richtige Zwerge", sagt Netzer später. Trainer Helmut Schön darf dennoch bleiben - und holt 1974 den WM-Titel.

WM 1978 in Argentinien - Aus in der 2. Gruppenphase

Das 2:3 gegen Österreich ist längst in die Geschichte eingegangen - in Deutschland als "Schmach von Cordoba", in Österreich als "Wunder". Gleiches gilt für die Radioreportage von Edi Finger. "I wer' narrisch", schrie der Österreicher, als Hans Krankl in der 88. Minute das Siegtor erzielte. Für Krankl ist es bis heute eine "Sternstunde des österreichischen Fußballs, die in wunderschöner Erinnerung bleibt". Für Helmut Schön war das denkwürdige Spiel sein letztes als Bundestrainer. Dass er aufhören würde, stand schon vor dem WM fest.

WM 1982 in Spanien - Finalniederlage

Nach der aus dem Ruder gelaufenen Vorbereitung am Schluchsee, später in "Schlucksee" umgetauft, wird die WM trotz des Finaleinzugs zum Desaster. Bei der "Schande von Gijon" schieben sich Deutschland und Österreich zunächst den Ball zu, weil beiden der 1:0-Spielstand zum Weiterkommen reicht. 13 Tage später springt Torhüter Toni Schumacher im Halbfinale dem Franzosen Patrick Battiston ins Gesicht. Dem Mittelfeldspieler fehlen zwei Schneidezähne, Schumacher erklärt, "die Jacketkronen" zu zahlen. Frankreichs Präsident Francois Mitterrand und Bundeskanzler Helmut Schmidt sehen sich genötigt, eine gemeinsame Presseerklärung herauszugeben.

EM 1984 in Frankreich - Aus in der Vorrunde

Im letzten Gruppenspiel köpft der blonde Libero Antonio Maceda in der 90. Minute das 1:0 für Spanien - und Titelverteidiger Deutschland aus dem Turnier. Trainer Jupp Derwall wird anschließend "Steinzeitfußball" vorgeworfen, sechs Tage später erklärt er seinen Rücktritt. Franz Beckenbauer übernimmt und wird 1990 Weltmeister - mit fünf Spielern, die in Frankreich dabei waren: Lothar Matthäus, Andreas Brehme, Pierre Littbarski, Rudi Völler und Guido Buchwald.

WM 1994 in den USA - Aus im Viertelfinale

Deutschland sei "über Jahre nicht mehr zu besiegen", sagte Beckenbauer nach dem WM-Titel 1990. Eine Hypothek, die Nachfolger Berti Vogts vier Jahre später zu spüren bekommt. Der Titelverteidiger liegt im Viertelfinale gegen Bulgarien zwar in Führung, doch dann geht es schnell: Erst verwandelt Christo Stoitschkow einen Freistoß, wenig später gewinnt HSV-Profi Jordan Letschkow ein Kopfballduell gegen Thomas Häßler - den kleinsten Deutschen. 1:2, der Titelverteidiger verpasst erstmals seit 1978 den Sprung unter die besten Vier.

WM 1998 in Frankreich - Aus im Viertelfinale

Eine WM zum Vergessen: Schon die Vorrunde wird vom feigen Attentat deutscher Hooligans auf den Polizisten Daniel Nivel überschattet, sogar ein Rückzug des DFB-Teams steht im Raum. Sportlich kommt das Aus des Europameisters im Viertelfinale gegen Kroatien. Christian Wörns sieht nach einer Notbremse an Real Madrids Star Davor Suker Rot, anschließend fällt das DFB-Team auseinander und verliert 0:3. Für Berti Vogts ist es in seinem 100. Länderspiel die höchste Niederlage als Bundestrainer. Im Amt bleibt er dennoch - aber nur bis September.

EM 2000 in Belgien/Niederlande - Aus in der Vorrunde

Der Tiefpunkt in der Zeit des deutschen Rumpelfußballs. Zwei Niederlagen, ein Remis, nur ein Tor - Trainer Erich Ribbeck muss nach dem Turnier gehen. Bezeichnend ist das peinliche 0:3 zum Abschluss gegen eine portugiesische B-Elf. "Unsere Kinder haben keine Vorbilder mehr", klagt die BZ, die Bild titelt: "Ihr seid eine Schande und die Fußball-Deppen der Nation." Rudi Völler übernimmt.

EM 2004 in Portugal

Auch in Portugal ist für den Vizeweltmeister schon nach der Vorrunde Schluss - wieder ohne Sieg, sogar gegen Lettland gelingt nur ein 0:0. Teamchef Völler tritt zurück. "Ich hätte gern weitergemacht. Aber Egoismus wäre ein falscher Freund. Mein Nachfolger soll unbefleckt an die Aufgabe herangehen", sagt er - und übergibt an Weltmeister Jürgen Klinsmann. Der Aufschwung beginnt.

WM 2018 in Russland

Deutschland startet als Titelverteidiger und Mitfavorit in das Turnier. Doch schon die Vorbereitung lässt erahnen, dass etwas nicht stimmt. Der Auftakt gegen Mexiko (0:1) misslingt, das Siegtor gegen Schweden (2:1) fällt erst in der Nachspielzeit. Gegen Südkorea (0:2) folgt dann das bittere Aus als Gruppenletzter. "Der Spruch, dass Deutschland am Ende immer gewinnt, ist nichts mehr wert", schreibt die belgische Zeitung La Derniere Heure/Les Sports.

n.


WM heute: News vom 28.06.2018 15. WM Tag

Umfrage: Mehrheit der Deutschen für Rücktritt von Löw

Viele Fans fordern nach dem WM-Aus Löws Rücktritt

Quelle: SID

Eine Mehrheit der Deutschen hat sich am Tag nach dem blamablen Ausscheiden der Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Russland für einen Rücktritt von Bundestrainer Joachim Löw ausgesprochen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die t-online.de in Auftrag gegeben hat.

Demnach antworteten 55,1 Prozent der Teilnehmer auf die Frage, ob Löw zurücktreten solle, mit "Ja, auf jeden Fall" oder "Eher ja". 32,9 Prozent antworteten mit "Eher nein" oder "Nein, auf keinen Fall". Zwölf Prozent gaben an, in dieser Frage unentschieden zu sein. Frauen und Männer waren durchaus unterschiedlicher Auffassung. Während 60,7 Prozent der Männer einen Rücktritt befürworteten, waren es nur 49,4 Prozent der Frauen.

Löw selbst hatte seine Zukunft nach der 0:2-Niederlage gegen Südkorea am Mittwoch offen gelassen und sich Bedenkzeit erbeten.


WM heute: News vom 28.06.2018 15. WM Tag

Matthäus: DFB-Mannschaft war "selbstherrlich"

Quelle: SID

Der frühere Weltmeister-Kapitän Lothar Matthäus ist mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach dem WM-K.o. hart ins Gericht gegangen. "Die Mannschaft hat nie funktioniert und war keine Einheit. Sie hat keine Leidenschaft gezeigt. Und viel schlimmer: Sie war selbstherrlich", schrieb Matthäus in der Fußball-Bild (Donnerstag-Ausgabe) den entthronten Titelverteidigern ins Stammbuch. Das enttäuschende Vorrunden-Aus der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw bezeichnete der 57-Jährige als "die größte Blamage in der deutschen Fußball-Geschichte".

Trotz grundsätzlicher Sympathien für Löw warf der Spielführer der deutschen Weltmeister-Elf von 1990 dem Coach Fehler vor: "Die Personalplanung von Löw muss infrage gestellt werden. Der Mannschaft fehlten Typen mit Ecken und Kanten." Ausdrücklich nannte Matthäus dabei Löws Verzicht auf eine WM-Nominierung von Bayern Münchens Stürmer Sandro Wagner und Leroy Sane (Manchester City) als Beispiel für Fehlentscheidungen des Bundestrainers. Für den 150-maligen Nationalspieler steht Löw "ab sofort zu Recht in der Kritik".

Matthäus hätte sich in Russland insgesamt mehr Bedeutung der jüngeren Spieler im Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gewünscht. Spieler wie Niklas Süle, Timo Werner und Leon Goretzka "hätten viel mehr eingebunden werden müssen", sagte Matthäus. Als Konsequenz aus der WM-Pleite forderte der frühere Weltfußballer, dass die DFB-Elf "rund um die Führungsspieler Manuel Neuer und Toni Kroos mit neuen Gesichtern aufgebaut werden muss".


WM heute: News vom 28.06.2018 15. WM Tag

Fragen und Antworten zum deutschen WM-Aus

Quelle: SID

Wie konnte es so weit kommen?

"Wir haben alle Fehler gemacht", sagte Mats Hummels. Alle - das heißt: Bundestrainer Joachim Löw, Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff, die Mannschaft. Löw hat die taktischen und personellen Probleme seines Teams unterschätzt. Bierhoff lag mit der Quartierswahl falsch. Und die Mannschaft stand nie als solche auf dem Platz. "Man hat nicht gemerkt, dass wir eine Weltmeisterschaft spielen", sagte Kapitän Manuel Neuer.

Warum ist das Aus historisch?

Nie zuvor ist eine deutsche WM-Mannschaft in der Vorrunde gescheitert. Italien 1950, Brasilien 1966, Frankreich 2002, Italien 2010, Spanien 2014 - und jetzt Deutschland erwischte es als Titelverteidiger bereits in der Gruppenphase. "Wir sind alle fassungslos. Wir sind geschockt", sagte Thomas Müller. Noch auf dem Platz hatte der Weltmeister Tränen vergossen.

 

Was wird jetzt aus Joachim Löw?

"Ich habe die Verantwortung", sagte der Bundestrainer. Die Fragen nach seiner Zukunft kämen aber "zu früh". Erst kurz vor dem Turnier hatte er seinen Vertrag bis 2022 verlängert. Reinhard Grindel traut ihm den Neuaufbau weiter zu, wie er betonte. Der DFB-Präsident erwartet aber eine "saubere Analyse". Und dann? "Ich gehe fest davon aus, dass Jogi weitermacht", sagte Bierhoff.

Welche Spieler haben Zukunft?

Die Weltmeister von 2014 haben abgewirtschaftet. Dennoch dürfte ein Kern um Neuer, Hummels und Toni Kroos erhalten bleiben. Für langjährige Stützen wie Sami Khedira oder Mesut Özil wird es eng. Confed-Cup-Sieger wie Julian Draxler, Joshua Kimmich, Timo Werner, Julian Brandt, Leon Goretzka und Niklas Süle müssen in die Verantwortung.

Was muss sich ändern?

Der personelle Umbruch muss forciert werden. Dazu braucht die Mannschaft wieder ein klares, vor allem aber sattelfestes taktisches Konzept. In Russland war sie bei Tempogegenstößen viel zu anfällig. Auch im Angriff muss sich etwas tun - allerdings gibt es dort fast keine personellen Alternativen.

Wann geht es weiter?

Das nächste Länderspiel steht am 6. September auf dem Programm. In der neu geschaffenen Nations League trifft das DFB-Team in München auf Frankreich.

Droht ein dunkles deutsches Fußball-Zeitalter?

"Das denke ich nicht", sagte Löw. Es gebe genügend "junge Spieler, die sehr, sehr talentiert und entwicklungsfähig sind". Allerdings setzte sich bei der WM fort, was seit Jahren im internationalen Klubfußball zu beobachten ist: Deutschland ist nicht mehr top. "Wir müssen die richtigen Schlüsse ziehen und es besser machen", sagte Löw.


WM heute: News vom 28.06.2018 15. WM Tag

Breitner: "In dieser Truppe geht alles drunter und drüber"

Quelle: SID

Der 1974er-Weltmeister Paul Breitner befürchtet nach dem deutschen WM-Desaster auch für die Fußball-Bundesliga "tiefgehende Folgen - und zwar bereits für die nächste Saison". Im Interview mit der tz prophezeite der 66-Jährige: "Das lässt sich der Fan nicht bieten. Die Diskussion über satte Profis, die es nicht mehr nötig haben, wird jetzt gnadenlos aufgetischt."

Die Leistungen der Nationalmannschaft beim Turnier in Russland seien "eine Katastrophe" gewesen, wetterte Breitner: "Das war Altherrenfußball, was wir in den drei Spielen gesehen haben. Es war ja kein Plan da. Es plätschert dahin. Ich habe niemanden gesehen, der versucht hat, die Mannschaft aus ihrer Lethargie zu führen."

Kritik übte er nach dem peinlichen 0:2 gegen Südkorea deshalb auch an Toni Kroos von Real Madrid. "Wissen sie, ich verzichte gerne auf den 15.000. Pass von Toni Kroos, wenn er nicht ein einziges Mal den Raum ausnutzt, den er sich schafft. Nicht einmal ist er durch das Mittelfeld marschiert oder hat mal versucht, die Abwehr vielleicht mit einem Dribbling auseinanderzureißen. Da verzichte ich gerne auf die 99 Prozent Passgenauigkeit", moserte der frühere Münchner.

Bundestrainer Joachim Löw müsse er "den Vorwurf machen", so Breitner, "dass er keine feste Mannschaft und keinen Plan hatte. Er hat gewechselt, umgestellt - und das in einer Art und Weise, die ich nicht verstehe."

Jedes Verständnis fehle ihm auch "für Manuel Neuers Ausflug gegen Südkorea in den gegnerischen Strafraum", führte Breitner weiter aus: "Er weiß genau, was in sechs Minuten noch alles passieren kann. In dieser Truppe geht alles drunter und drüber."


WM heute: News vom 27.06.2018 14. WM Tag

Löw lässt Zukunft vorerst offen

Quelle: SID

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw lässt seine Zukunft nach dem historischen WM-K.o. in Russland offen. "Ich musss die Verantwortung dafür übernehmen", sagte Löw nach der Pleite im ZDF. Auf die Frage, ob er auch einen Rücktritt in Betracht ziehe, antwortete der Weltmeister-Macher von 2014: "Das ist jetzt zu früh, die Frage zu beantworten. Die Enttäuschung ist tief in mir drin. Das hätte ich mir auch so nicht vorstellen können, dass wir hier gegen Südkorea verlieren."

Der 58-Jährige hatte seinen Vertrag beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) vor der WM-Endrunde vorzeitig bis 2022 verlängert. DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte Löw in einem FAZ-Interview am Mittwoch eine Job-Garantie ausgesprochen. Der viermalige Weltmeister war durch ein 0:2 (0:0) in Kasan gegen Südkorea erstmals in der WM-Vorrunde gescheitert. Deutschland belegte den letzten Rang in der Gruppe F.


WM heute: News vom 27.06.2018 14. WM Tag

Die deutsche Mannschaft in der Einzelkritik

Quelle: SID

Manuel Neuer: Der Kapitän hatte große Probleme mit dem Freistoß von Jung Woo Young (19.), machte seinen Fehler aber sofort gut. Bekam ansonsten wenig zu tun, war dann aber zur Stelle. Verursachte am Ende durch einen Ballverlust das 0:2 - Note: 4,5

Joshua Kimmich: Auf rechts defensiv kaum gefordert, nutzte seine vielen Freiheiten nach vorne anfangs zu selten zu vernünftigen Beiträgen. Oft zu unpräzise, selten mit guten Flanken. - Note: 5

Niklas Süle: Der Vertreter von Abwehrchef Jerome Boateng (gesperrt) stand meist sicher und beteiligte sich hier und da mit vertikalen Pässen konstruktiv am Aufbau. Mehr aber auch nicht. - Note: 4,5

Mats Hummels: Nach überstandenen Halswirbelproblemen gleich wieder erster deutscher Spielgestalter - und bester Deutscher. Immer da, wenn es brannte, zeigte Biss und Wille, starkes Stellungsspiel. Trieb unermüdlich an, hatte aber Pech im Abschluss. - Note: 3,5

Jonas Hector: Vernachlässigte seine defensiven Aufgaben, ließ den Südkoreanern zu viel Platz im Halbraum. Nach vorne aktiver, aber mit kaum gelungenen Aktionen. - Note: 5,5

Sami Khedira: Joachim Löw nahm den Weltmeister wieder ins Team, weil er "der Mannschaft Sicherheit" gebe, wie Oliver Bierhoff erklärte. Doch das tat Khedira überhaupt nicht. Wieder mit unnötigen Ballverlusten, komischen Dribblings. Wurde nach einer knappen Stunde erlöst. - Note: 6

Toni Kroos: Der Schweden-Held versuchte, das Spiel an sich zu reißen. Das klappte mal mehr, meist weniger. Gewohnt passsicher, aber zu wenige Bälle in die Tiefe, kaum Ideen. Zunehmend verzweifelt, schoss aus unmöglichen Lagen. - Note: 5

Leon Goretzka: Für den Schalker brach Löw mit dem Grundsatz "Müller spielt immer". Sollte "mit seiner Frische neue Akzente setzen" (Bierhoff). Hatte Pech mit seinem Kopfball (48.), traf aber im Zweifel die falsche Entscheidung. Keine Bewerbung für mehr. - Note: 5,5

Mesut Özil: Wie Khedira zurück in der Startelf. Begann ordentlich, wurde viel gesucht, brachte aber nur seine Sicherheitspässe zuverlässig zum Mann. Anfangs der zweiten Hälfte zwei gute Aktionen, bald frustriert, gab aber nicht auf. - Note: 5

Marco Reus: Bemüht, aber ohne echte Wirkung nach vorne. Brachte seine Torgefährlichkeit viel zu selten ein, kaum Aktionen im gegnerischen Strafraum. - Note: 5,5

Timo Werner: Konnte seine "Waffe" Geschwindigkeit erneut kaum einsetzen, weil dem deutschen Spiel die Tiefe fehlte. Wechselte deshalb zunächst sporadisch, dann wie gegen Schweden komplett auf links. Nach der Einwechslung von Mario Gomez Rechtsaußen, vergab die Führung (51.). - Note: 5

Mario Gomez: Kam in der 58. für Khedira. Klarer Auftrag: Ein Tor erzwingen, egal wie. Haute sich rein, vergab per Kopf (68.). - Note: 5

Thomas Müller: Erstmals seit dem EM-Halbfinale 2012 bei einem Turnier nicht in der deutschen Startelf. Ersetzte Goretzka (63.), brachte aber keine Wirkung. Völlig von der Rolle. - ohne Note

Julian Brandt: Drittes Spiel, dritter Joker-Einsatz. Kam für Jonas Hector (78.). Diesmal ohne Wucht. - ohne Note


WM heute: News vom 27.06.2018 14. WM Tag

Südkorea - Deutschland 2:0 (0:0): Szenen, Fakten, Zitate

Quelle: SID

SCHMACH: Die deutsche Nationalmannschaft war nach Russland gereist, um mit einer erfolgreichen Titelverteidigung Geschichte zu schreiben. Mit seiner Bruchlandung sorgte der Weltmeister stattdessen für ein düsteres Kapitel in den Fußball-Annalen. Noch nie war eine deutsche Nationalmannschaft in der Vorrunde einer Weltmeisterschaft gescheitert. Diese stolze Serie endete am 27. Juni 2018, exakt 1445 Tage nach dem goldenen Triumph in Rio de Janeiro.

EMPTY-NET-GOAL: Als die Weltmeister am Boden lagen, wurden sie in der Nachspielzeit auch noch gedemütigt. Kapitän Manuel Neuer rannte in höchster Verzweiflung mit nach vorne, um beim Stand von 0:1 das Unmögliche möglich zu machen. Ballverlust, langer Ball, Heung Min Son musste nur noch ins leere Tor einschieben.

GESETZBRUCH: Kein Müller, oder was? Erstmals seit seinem Länderspieldebüt saß der Münchner in einem WM-Spiel von Beginn an auf der Bank. Zuvor stand er 15-mal in der Startelf, das Halbfinale 2010 gegen Spanien (0:1) verpasste Müller wegen einer Sperre. Konnte die Pleite nach seiner Einwechslung in Kasan nicht mehr abwenden und vergoss nach dem Schlusspfiff bittere Tränen der Enttäuschung.

SCHLAPP: Selten ist eine deutsche Mannschaft so holprig in eine WM gestartet. In keinem der drei Gruppenspiele in Russland lag die seltsam blutleere DFB-Auswahl zur Halbzeit in Führung. Das gab es seit 1986 nicht mehr.

WAS NOCH ZU SAGEN WÄRE: "Ich denke, der gesamte deutsche Fußball hat heute verloren." (Bundestrainer Joachim Löw)

SÜDKOREA: Jo/FC Daegu (26 Jahre/9 Länderspiele/0 Tore) - Lee Yong/Jeonbuk Hyundai (31/31/0), Yun/Seongnam FC (29/7/0), Kim Young Gwon/Guangzhou Evergrande (28/56/2), Hong/Sangju Sangmu (27/16/0) - Jung/Vissel Kobe (28/32/1), Jang/FC Tokio (26/54/3) - Lee Jae Sung/Jeonbuk Hyundai (25/38/6), Moon/Incheon United (26/5/1) ab 69. Ju Se-Jong/Asan Mugunghwa (27/12/1) - Koo/FC Augsburg (29/70/19) (ab 56. Hwang/RB Salzburg (22/17/2) ab 79. 22 Go/FC Seoul (30/20/0), Son/Tottenham Hotspur (25/70/22). - Trainer: Shin (47)

DEUTSCHLAND: Neuer/Bayern München (32/79/0) - Kimmich/Bayern München (23/32/3), Süle/Bayern München (22/12/0), Hummels/Bayern München (29/66/5), Hector/1. FC Köln (28/40/3) ab 78. Brandt/Bayer Leverkusen (22/19/1) - Khedira/Juventus Turin (31/77/7) ab 58. Gomez/VfB Stuttgart (32/77/31), Kroos/Real Madrid (28/86/13) - Goretzka/Schalke 04 (23/16/6) ab 63. Müller/Bayern München (28/94/38), Özil/FC Arsenal (29/92/23), Reus/Borussia Dortmund (29/34/10) - Werner/RB Leipzig (22/17/8). - Trainer: Löw (58)

SCHIEDSRICHTER: Mark Geiger (USA). - TORE: 1:0 Kim Young Gwon (90.+3 nach Videobeweis), 2:0 Son (90.+6). - ZUSCHAUER: 41.835. - BESTE SPIELER: Son, Yun -. - GELBE KARTEN: Jung (2), Lee, Moon, Son -. - ERWEITERTE STATISTIK (Quelle: deltatre): Torschüsse: 11:25. - Ecken: 3:9. - Ballbesitz: 31:69%. - Zweikämpfe: 67:102. (SID)


WM heute: News vom 27.06.2018 14. WM Tag

Peinliches Aus in der Vorrunde: Weltmeister Deutschland erleidet WM-Totalschaden

Deutschland scheidet als Gruppen fünfter aus

Quelle: SID

Deutschland ist erstmals in seiner WM-Geschichte in der Vorrunde gescheitert. Beim entscheidenden 0:2 gegen Südkorea zeigt die Mannschaft eine desaströse Leistung. Joachim Löw lässt seine Zukunft offen.

Moskau (SID) Als die historische Schmach feststand, als der Weltmeister 1445 Tage nach seinem grandiosen Abend im Maracana vom Himmel in die Hölle gestürzt war, herrschte das blanke Entsetzen. Der fassungslose Joachim Löw fuhr sich immer wieder durch die Haare, die Spieler hockten regungslos auf dem Rasen, Thomas Müller weinte bittere Tränen. Erstmals seit der Teilnahme bei einer Fußball-WM vor 84 Jahren ist eine deutsche Mannschaft bereits in der Vorrunde gescheitert. "Es herrscht eine riesige Enttäuschung, Totenstille", berichtete Löw nach der Katastrophe von Kasan aus der Kabine des gefallenen Titelverteidigers.

Nach einer desaströsen Leistung beim 0:2 (0:0) gegen Südkorea beendete die erneut umformierte Auswahl von Bundestrainer Löw die Gruppe F sogar als Tabellenletzter. DFB-Direktor Oliver Bierhoff versicherte nur wenige Minuten später, dass dies an der Zukunft von Löw nichts ändern werde. "Ich gehe fest davon aus, dass Jogi weitermacht", sagte er im ZDF.

Der Bundestrainer hatte seinen Vertrag vor der WM bis 2022 verlängert und von Präsident Reinhard Grindel auch für den Fall des vorzeitigen Scheiterns eine Jobgarantie erhalten. Löw ließ seine Zukunft jedoch offen und betonte auf die Frage nach einem Rücktritt: "Ich muss die Verantwortung übernehmen." Die Enttäuschung sitze "tief in mir drin. Das hätte ich mir auch so nicht vorstellen können."

Wie ein Weltmeister spielte Deutschland in Russland nie, erst recht nicht im entscheidenden Spiel. "Der Mannschaft hat die Leichtigkeit gefehlt. Die Sicherheit war nicht vorhanden", sagte Löw. Die Folge: "Ein ganz, ganz bitterer Abend für uns. Ganz, ganz, ganz bitter", sagte Mats Hummels, noch Bester einer miserablen deutschen Mannschaft: "Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt, wir haben versucht, es zu drehen, aber wir haben den Ball nicht reingebracht. Wir hatten genug Gelegenheiten. Das hat uns heute das Genick gebrochen."

Beide Treffer der Südkoreaner fielen in der Nachspielzeit. Kim Yong Gwon (90.+4) traf zum 1:0. Heung Min Son (90.+6) erzielte den zweiten Treffer ins von Manuel Neuer verlassene leere Tor. Bierhoff sprach von "großem Frust und Riesenenttäuschung" in der Kabine, Löw sagte kurz darauf ernüchtert: "Ich denke, der gesamte deutsche Fußball hat heute verloren. Dafür können wir uns nur entschuldigen." Einer der Gründe für das Scheitern, räumte er ein, sei womöglich eine "gewisse Selbstherrlichkeit vor dem Mexiko-Spiel" gewesen.

Auch ein Remis hätte Deutschland nicht gereicht, weil Schweden das Parallelspiel gegen Mexiko überzeugend mit 3:0 gewann. Es ist das niederschmetternde Ende des Titelverteidigers, das sich in den holprigen Spielen gegen Mexiko (0:1) und Schweden (2:1) angedeutet hatte. Ein Sieg gegen Südkorea hätte zum Weiterkommen gereicht, doch der behäbigen Auswahl um Kapitän Manuel Neuer fehlten vor 41.835 Zuschauern in Kasan Spielwitz, Tempo und Ideen. Deutschland ist der sechste Titelverteidiger, der dritte in Folge, der in der Vorrunde scheiterte: nach Italien 1950, Brasilien 1966, Frankreich 2002, noch einmal Italiener 2010 und Spanien 2014.

Gegen Südkorea klappte nichts, was Löw sich ausgedacht hatte. Vor Spielbeginn hatte er ein ungeschriebenes Gesetz aufgehoben: "Müller spielt immer", das galt nicht mehr, zum ersten Mal seit dem EM-Halbfinale 2012 gehörte der Münchner bei einem WM- oder EM-Spiel nicht zur Startelf. Löws Entscheidung kam nicht mehr ganz so überraschend, nachdem der außerdem mit einer Gelben Karte vorbelastete Müller gegen Mexiko und Schweden nicht überzeugt hatte. Für Müller kam Leon Goretzka zu seinem ersten Einsatz bei der WM, darüber hinaus kehrten Mats Hummels, Sami Khedrira und Mesut Özil zurück, den gesperrten Jerome Boateng vertrat Niklas Süle.

Von Goretzka, erläuterte DFB-Direktor Oliver Bierhoff vorab im ZDF, versprach sich der deutsche Trainerstab "neue Akzente". Der künftige Münchner konnte sie ebenso wenig setzen wie alle anderen - den fast schon verzweifelt antreibenden Hummels ausgenommen. Die deutsche Mannschaft hatte gegen die oft hoch pressenden Südkoreaner Probleme im Spielaufbau, wenig hilfreich war, dass Khedira durch unsaubere Pässe und schlechte Zweikampfführung auffiel. Bei der DFB-Auswahl ging es nur zäh vorwärts - der Spielaufbau gegen gut stehende und aggressive Südkoreaner lief zu behäbig, zu uninspiriert.

Erst nach der Pause entwickelte der Weltmeister mehr Druck und kam zu guten Möglichkeiten. Goretzka (48.) scheiterte per Kopf an Jo Hyeon Woo, Timo Werner (51.) schoss übers Tor. Um 17.08 Uhr MESZ ereilte die deutsche Bank die unerfreuliche Nachricht von der schwedischen Führung, der Titelverteidiger war damit virtuell ausgeschieden, der Druck stieg noch weiter an. Löw reagierte und brachte Mario Gomez für den erneut völlig wirkungslosen Khedira (58.), fünf Minuten später ersetzte Müller den glücklosen Goretzka, in der 78. Minute ging Löw dann "all in" und brachte Julian Brandt für Jonas Hector - ohne den erhofften Erfolg.


WM heute: News vom 27.06.2018 14. WM Tag

Auch bei frühem WM-Aus: Grindel stellt Löw Jobgarantie aus

Treuebekenntnis von Reinhard Grindel (r.) für Löw

Quelle: SID

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw soll auch im Fall eines frühen WM-Scheiterns der Nationalmannschaft im Amt bleiben. DFB-Präsident Reinhard Grindel stellte dem 58-Jährigen, dessen Vertrag vor der Endrunde bis ins Jahr 2022 verlängert wurde, eine Jobgarantie aus.

Wir haben uns im DFB-Präsidium vor der WM für die Vertragsverlängerung entschieden, weil wir der Auffassung sind, dass der Umbruch, den es nach der WM unabhängig vom Ausgang des Turniers geben wird, von niemandem besser gestaltet werden kann als von Jogi Löw", sagte der Boss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der FAZ: "Er hat vor einem Jahr beim Confed Cup bewiesen, dass er junge Spieler zu einem beeindruckenden und spielerisch herausragenden Team formen kann. Diese Gründe gelten für das Präsidium nach wie vor."


WM heute: News vom 27.06.2018 14. WM Tag

Löw sieht großen Konkurrenzkampf

Löw sieht großen Konkurrenzkampf im Kader

Quelle: SID

Bundestrainer Joachim Löw sieht vor dem WM-Gruppenfinale am Mittwoch (16.00 Uhr/ZDF und Sky) in Kasan gegen Südkorea einen großen Konkurrenzkampf im Team des Weltmeisters. "Wir haben viele Spieler, die darauf drängen zu spielen", sagte Löw im ARD-Interview: "Nach zwei Spielen hat man nicht die Mannschaft, die immer spielt."

Gegen Mexiko (0:1) und Schweden (2:1) kamen bereits 17 der 20 mitgereisten Feldspieler zum Einsatz. Einzig Niklas Süle, Leon Goretzka und Matthias Ginter haben in Russland noch keine Minute gespielt.

Bei einem Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied gegen Südkorea hätte die DFB-Auswahl sicher das Achtelfinale erreicht.


WM heute: News vom 26.06.2018 13. WM Tag

Müller und Hummels droht Sperre im Achtelfinale

Quelle: SID

Thomas Müller und Mats Hummels droht in einem möglichen WM-Achtelfinale der deutschen Fußball-Nationalmannschaft eine Sperre. Die beiden Weltmeister sind vor dem Gruppenfinale am Mittwoch (16.00 Uhr/ZDF und Sky Deutschland) in Kasan gegen Südkorea mit einer Gelben Karte vorbelastet. Bei einer weiteren Gelben Karte müssten sie in der ersten K.o.-Runde zuschauen.

Um ganz sicher das Achtelfinale zu erreichen, benötigt der Titelverteidiger gegen Südkorea einen Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied. Abwehrchef Jerome Boateng ist nach seiner Gelb-Roten-Karte im Spiel gegen Schweden (2:1) gesperrt.


WM heute: News vom 25.06.2018 12. WM Tag

Matthäus warnt vor WM-Gegner Südkorea

Quelle: SID

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus warnt vor dem letzten WM-Vorrundengegner der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. "Trotz aller Euphorie: Ich warne davor, Südkorea auf die leichte Schulter zu nehmen", schrieb der 57-Jährige in seiner wöchentlichen Kolumne "So sehe ich das" auf skysport.de: "Wir müssen defensiv viel cleverer und besser stehen, als in den ersten beiden Spielen. Wir brauchen Geschwindigkeit auf den Flügeln und Durchsetzungsvermögen im Strafraum."

Der Weltmeister habe "immer noch große Probleme, vor allem in der Abwehr. Die Abstände zwischen den Reihen sind immer noch zu groß", so der fünfmalige WM-Teilnehmer. Hinzu kämen Verletzungssorgen sowie die total unnötige Gelb-Rote Karte von Jerome Boateng, äußerte Matthäus.

Die deutsche Elf hatte nach dem 0:1 zum Auftakt gegen Mexiko zuletzt in Sotschi glücklich 2:1 gegen Schweden gewonnen. Toni Kroos hatte in der Nachspielzeit per Freistoß die drei Punkte gesichert. Am Mittwoch (16.00 Uhr MESZ/ZDF und Sky) trifft die DFB-Auswahl in Kasan auf Südkorea.


WM heute: News vom 24.06.2018 11. WM Tag

Internationale Pressestimmen: "Deutschland stirbt nie!"

Quelle: SID

Die ausländischen Medien sind beeindruckt: "Deutschland stirbt nie!", schreibt die spanische Sporttageszeitung Marca nach dem 2:1 des Weltmeisters in letzter Minute gegen Schweden: "Das Herz eines Champions hört nie auf zu schlagen." Die Neue Zürcher Zeitung würdigt die Schönheit des erlösenden Treffers durch Toni Kroos in der Nachspielzeit, L'Equipe sah einen "Meisterschuss".

Die schwedischen Zeitungen Expressen und Aftonbladet sprechen von einem "deutschen Schlag auf den Solarplexus" und der deutschen Stärke, die "beste Leistung abzurufen, wenn es zählt". Die englischen Blätter verneigten sich vor der deutschen Widerstandsfähigkeit. "Deutschland ist noch nie so früh ausgeschieden", schrieb die Sun: "Haben wir wirklich geglaubt, sie tun es diesmal?"

DEUTSCHLAND - SCHWEDEN 2:1

SCHWEDEN

EXPRESSEN: "Wir haben einen deutschen Schlag auf den Solarplexus bekommen. Es war offensichtlich nicht ganz gerecht, es war nicht das, was Schweden verdiente. Nicht nach einer historisch guten Hälfte, nun kann es ein Ausscheiden historischen Ausmaßes werden."

AFTONBLADET: "Seine beste Leistung abzurufen, wenn es zählt. Das ist das, was Deutschland kann. Fokus, Konzentration, Handwerk, Qualität. Vorsprung durch Technik? Ja, aber auch der Vorsprung, den man hat, wenn man sich sicher fühlt, selbst wenn alles auf dem Spiel steht. Am Besten zu sein, wenn es zählt."

SPANIEN

Marca: "Deutschland stirbt nie! Das Herz eines Champions hört nie auf zu schlagen. Deutschland beherrschte das Spiel in den ersten 10 Minuten wie ein Tyrann. Schweden bereitete immer den Hinterhalt vor. Deutschland roch schon nach Spanien 2014 und Italien 2010. Eine göttliche Szene von Toni Kroos."

AS: "Deutschland ist immer Deutschland. Ein Hammertor von Toni Kroos in letzter Minute ließ den Weltmeister wiederauferstehen. Reus war kaiserlich. Als Deutschland verzweifelt war, tauchte der Star von Real Madrid auf: Toni Kroos nutzte die letzte Kugel im Revolver. Nach Boatengs Platzverweis sah die "Mannschaft" schon klinisch tot aus."

Sport: "Unfassbare Aufholjagd des Weltmeisters gegen ultradefensive Schweden. Die "Mannschaft" war über lange Zeit bereits rausgeflogen. Deutsches Wunder in Sotschi. Dieses Spiel wird in die WM-Historie eingehen. Nach Kroos' Wahnsinnstor drehte die gesamte Mannschaft, die gesamte Bank, das gesamte Land durch. Deutschland ist noch am Leben!"

El Mundo Deportivo: "Kroos hält Deutschland am Leben. Es gibt keinen Zweifel: Deutschland ist wie Real Madrid. Mit Kroos' Kunststück in letzter Minute ist Deutschland neugeboren und meldet sich damit zurück zum Auftrag Titelverteidigung. Dieser Sieg gibt dem Team einen brutalen Impuls im mentalen Bereich."

ENGLAND

The Sun: "Kroos control: Toni Kroos trifft in der 95. Minute zum Sieg. Er rettet den Weltmeister und bricht schwedische Herzen. Deutschland ist noch nie so früh ausgeschieden - haben wir wirklich geglaubt, sie tun es diesmal?"

The Mirror: "Toni Kroos trifft mit dem letzten Atemzug und hält die WM-Hoffnungen des Titelverteidigers am Leben."

The Times: "Die Deutschen überleben in Russland 2018 mit Ach und Krach. Es sah für sie in der Nachspielzeit nach einem verhängnisvollen 1:1 aus, und sie waren nur zu zehnt. Sie sahen so kaputt wie nur möglich aus. An diesem Punkt kam ein Moment der Klasse dieses Serien-Champions, Toni Kroos."

Mail on Sunday: "Für eine kurze Zeit, über eine halbe Stunde inklusive der Halbzeitpause, war Deutschland auf dem Weg raus aus der WM. Noch viel länger steckten sie in tiefen Schwierigkeiten, am Abgrund taumelnd und verwundbar, nicht in der Lage, den Siegtreffer zu erzielen. Dann, fünf Minuten in der Nachspielzeit und nur noch zu zehnt, feuerte Toni Kroos seinen Freistoß ab."

FRANKREICH

L'Equipe: "Der Meisterschuss. In einem atemberaubenden Spiel sichert ein toller Freistoß von Toni Kroos Deutschland die Chance auf das Achtelfinale. Toni setzt den Paukenschlag."

Ouest France: "Deutschland hat eine lange Reise hinter sich. Am Ende gewinnt eben immer Deutschland. Der Titelverteidiger hat gegen solide Schweden noch einen unerwarteten Sieg herausgerissen."

Courrier de l'Ouest: "Das Wunder. Deutschland überlebt in der letzten Sekunde. Am Abgrund des Ausscheidens haben sie noch die Chance auf ein Weiterkommen gewahrt."

SCHWEIZ

Blick: "Drama-Sieg gegen Schweden. Mit dem Rücken zur Wand rettet sich Weltmeister Deutschland in der 95. Minute zu einem dramatischen 2:1-Sieg gegen Schweden!"

Tagesanzeiger: "Per Eiseskälte zum perfekten Schuss. Toni Kroos kommt gegen Schweden auf eine Passquote von 93 Prozent. Doch ein Fehlpass von ihm leitet das 1:0 der Gegner ein. Dennoch zeigt er mit seinem Tor in der Nachspielzeit, dass er unverzichtbar ist."

Neue Zürcher Zeitung: "Der Titelverteidiger Deutschland lebt noch. Kann das, was im Fußball für gewöhnlich Befreiungsschlag genannt wird, auf schönere Weise gelingen als durch ein solches Tor? Als durch einen Freistoß wie diesen in der Nachspielzeit?"

Aargauer Zeitung: "Wahnsinn! Toni Kroos schießt Deutschland gegen Schweden in der 95. Minute zum überlebenswichtigen Sieg."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Deutschland rettet sich beim letzten Atemzug. Die Weltmeister spielen lange wie von einem Nebel umhüllt. Jetzt müssen die Schweden noch hart kämpfen, denn Deutschland wird gegen Südkorea bestimmt nicht versinken."

Corriere dello Sport: "Die Weltmeister sind menschlich, haben Angst und befürchten lange das WM-Aus. Kroos rettet mit Klasse und Talent Löws Mannschaft vor einer Blamage."

Tuttosport: "Deutschland, ein Herz aus Stahl. Was im Stadion in Sotschi geschieht, ist unglaublich. Die Deutschen vermeiden die Demütigung eines möglichen WM-Aus in der Vorrunde. Doch der WM-Weg dieser Mannschaft bleibt steil."

Corriere della Sera: "Ein Wunder rettet Deutschland. Das Match entscheidet einer der schwächsten Spieler auf dem Feld: Toni Kroos, der aber auch eines der größten Talente des deutschen Fußballs ist."

ÖSTERREICH

Kronen Zeitung: "Rot-Foul gegen Berg. Skandal um Videoschiri bei Deutschland-Spiel. Nach einem groben Schnitzer von Rüdiger kann Marcus Berg alleine auf Manuel Neuer zustürmen. Jerome Boateng läuft ihm hinterher, holt ihn ein und trennt ihn vom Ball und zwar mit einem glasklaren Foulspiel. Es hätte Rot und Strafstoß geben müssen."

Kleine Zeitung: "Toni Kroos sei Dank: Deutschlands Chancen auf eine Achtelfinal-Teilnahme sind dank seines späten Freistoßtreffers zum 2:1 gegen Schweden gehörig gestiegen. Eine nervenaufreibende Zitterpartie nahm damit noch ein gutes Ende für das DFB-Team, dem nach Schlusspfiff ein Stein vom Herzen gefallen ist."

MEXIKO - SÜDKOREA 2:1

MEXIKO

El Universal: "Obwohl man bei der WM auf dem perfekten Weg ist, hat Mexiko sein Ticket in die nächste Runde noch nicht sicher. Aber nur eine Tragödie kann uns aus dem Turnier werfen."

Diario de Mexico: "Mexiko streichelt das Achtelfinale. Die Nationalelf bemächtigt sich des Spiels, der Tribüne und der Führung in der Gruppe."

Record: "Eindrucksvoll, von sich selbst überzeugt, zweckmäßig, so besiegelte Mexiko seinen zweiten Sieg bei der WM. Mexiko wandelt scheinbar sicher Richtung Achtelfinale."


WM heute: News vom 24.06.2018 11. WM Tag

Die deutsche Mannschaft in der Einzelkritik

Quelle: SID

Manuel Neuer: Schuldlos bei der schwedischen Führung, ansonsten in der ersten Halbzeit kaum beschäftigt. Reagierte in der Nachspielzeit bei einem Kopfball von Marcus Berg bärenstark. Auch in der zweiten Halbzeit strahlte er viel Ruhe aus und war da, wenn er gebracht wurde. - Note: 2,5

Joshua Kimmich: Einer der stärksten deutschen Feldspieler. Agierte wie gegen Mexiko sehr offensiv, leistete sich dabei aber deutlich weniger Ballverluste. Hatte auch mal eine überraschende Idee. - Note: 2,5

Jerome Boateng: Rettete nach Rüdiger-Fehler in höchster Not gegen Berg, hätte sich über einen Elfmeterpfiff aber nicht beschweren können. Im Spiel nach vorne mit Licht und Schatten. Flog wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz (82.). - Note: 4

Antonio Rüdiger: Ersetzte den verletzten Mats Hummels. Leistete sich einen schweren Fehlpass, den Berg fast zur Führung genutzt hätte. Bisweilen hektisch. Kam beim Führungstor der Schweden einen Schritt gegen Ola Toivonen (32.) zu spät. - Note: 4

Jonas Hector: Nach überstandenem Infekt wieder für Marvin Plattenhardt dabei. Spielte deutlich offensiver als der Berliner. Seine Vorstöße blieben aber meist wirkungslos. Rettete kurz vor der Pause mit der Hacke gegen Viktor Claesson. Sein Abschluss in der 56. Minute war zu harmlos. - Note: 3,5

Sebastian Rudy: Rückte für Sami Khedira in die Startelf. Hatte einen klaren taktischen Auftrag an der Seite von Toni Kroos, den er bis zu seiner Verletzung erfüllte. Musste in der 31. Minute mit einer gebrochenen Nase runter. - Note: 3

Toni Kroos: Zunächst erneut ein ganz schwacher Auftritt. Bekam das Spiel wieder nicht in den Griff. Schlimmer Fehlpass vor dem Führungstor. Steigerte sich nach der Pause sehr. Sein abgefälschter Schuss ging knapp vorbei (49.). Dann folgte sein Geniestreich in letzter Minute. - Note: 3,5

Thomas Müller: Kam in den ersten 45 Minuten kaum einmal in gefährliche Situationen. Wirkte seltsam gehemmt. Auch nach dem Wechsel ein Schatten seiner selbst. Sein Kopfball verfehlte knapp das Ziel (51.). - Note: 5

Marco Reus: Wurde vor dem Spiel von vielen Experten vehement gefordert. Der Dortmunder war bemüht, aber anfangs kein Faktor. Traf kurz nach der Pause mit dem linken Knie zum Ausgleich. Wurde danach immer stärker. - Note: 3

Julian Draxler: Vergab die ersten Gelegenheiten (3./8.). Tauchte nach seinem schwungvollen Start aber immer mehr ab. Räumte seinen Platz nach der Pause für Mario Gomez. - Note: 4,5

Timo Werner: Wechselte viel die Positionen, wich immer wieder auf die Flügel aus. Dabei aber in der ersten Halbzeit ohne Wirkung. Leitete den Ausgleichstreffer ein, machte über links in der zweiten Halbzeit viel Dampf. Vergab die Chance zum 2:1 (81.), holte aber den entscheidenden Freistoß heraus. - Note: 2,5

Ilkay Gündogan: Kam in der ersten Halbzeit für Rudy. Machte vor dem ersten Gegentor keine glückliche Figur. Seinen abgefälschten Schuss parierte Torhüter Robin Olsen stark (39.). Nach der Pause etwas zu zögerlich. - Note: 4

Mario Gomez: Löw zog seinen Joker zu Beginn der zweiten Halbzeit. War vor dem Treffer von Reus noch leicht am Ball. Beschäftigte die Schweden im Strafraum, im Abschluss unglücklich. - Note: 4

Julian Brandt: Löws letzte Patrone. Kam in der 87. Minute für Hector, traf aus 16 Metern den Pfosten (90.+2). - ohne Note


WM heute: News vom 23.06.2018 10. WM Tag

Serbien - Schweiz 1:2 (1:0): Szenen, Fakten, Zitate

1 Quelle: SID

BRISANZ: Davon steckte in dem Spiel jede Menge. Die Schweizer Stars Granit Xhaka, Xherdan Shaqiri und Valon Behrami haben kosovo-albanische Wurzeln. Serbien erfreut sich dort, vorsichtig gesagt, nicht unbedingt großer Beliebtheit. Im Vorfeld sorgten unter anderem die Fußballschuhe von Shaqiri mit der Flagge des Kosovo für Aufregung bei serbischen Fans und Medien. Viele "russische Brüder" (Trainer Mladen Krstajic) hielten im Stadion zu den Serben und feuerten sie lautstark an. Die serbischen Fans pfiffen Xhaka, Shaqiri und Behrami bei jedem Ballkontakt aus.

DOPPELADLER: Xhaka und Shaqiri revanchierten sich auf ihre Weise: mit ihren Toren und einem umstrittenen Jubel, mit dem beide noch Öl ins Feuer gossen. Sie ahmten den Doppeladler, das albanische Wappentier, mit ihren Händen nach. Die Geste hat vor allem der Ex-Gladbacher Xhaka schon häufiger gezeigt und dafür auch in der Schweiz viel Kritik geerntet. Unmittelbar nach seinem Tor entbrannten in den Sozialen Netzwerken schon hitzige Diskussionen.

SCHWERSTARBEIT: Die Brisanz übertrug sich auf den Rasen, es ging ziemlich rustikal zur Sache. Felix Brych hatte bei seinem ersten WM-Einsatz in Russland Schwerstarbeit zu verrichten. Der Münchner erledigte sie mit Bravour, war umsichtig, redete viel mit den Spielern - und lag fast immer richtig.

REKORD: Torlose Unentschieden stehen bei dieser WM auf dem Index. Mit Aleksandar Mitrovics Tor in der fünften Minute war klar, dass auch das 26. Spiel in Russland nicht 0:0 endet. Damit stellte die WM 2018 den Rekord der Endrunde 1954 ein.

PREMIERE: Die Schweiz war am Freitagabend das erste Team bei der WM, das nach einem Rückstand noch siegte.

WAS NOCH ZU SAGEN WÄRE: "Dank Adlern Xhaka und Shaqiri träumen wir vom Höhenflug." (Schlagzeile der Schweizer Boulervardzeitung Blick)

Serbien: Stojkovic/Partizan Belgrad (34 Jahre/83 Länderspiele/0 Tore) - Ivanovic/Zenit St. Petersburg (34/105/13), Milenkovic/AC Florenz (20/5/0), Tosic/Besiktas Istanbul (33/26/1), Kolarov/AS Rom (32/78/11) - Matic/Manchester United (29/42/2), Milivojevic/Crystal Palace (27/30/1) ab 81. Radonjic/Roter Stern Belgrad (22/4/0) - Tadic/FC Southampton (29/55/12), Milinkovic-Savic/Lazio Rom (23/6/0), Kostic/Hamburger SV (25/25/2) ab 64. Ljajic/FC Turin (26/32/6) - Mitrovic/FC Fulham (23/40/17). - Trainer: Krstajic.

Schweiz: Sommer/Borussia Mönchengladbach (29 Jahre/37 Länderspiele/0 Tore) - Lichtsteiner/Juventus Turin (34/102/8), Schär/Deportivo La Coruna (26/41/7), Akanji/Borussia Dortmund (22/9/0), Rodriguez/AC Mailand (25/55/5) - Behrami/Udinese Calcio (33/81/2), Xhaka/FC Arsenal (25/64/10) - Shaqiri/Stoke City (26/72/21), Dzemaili/FC Bologna (32/67/10) ab 73. Embolo/Schalke 04 (21/27/3), Zuber/1899 Hoffenheim (26/14/4) ab 90.+4 Drmic/Borussia Mönchengladbach (25/30/9) - Seferovic/Benfica Lissabon (26/53/12) ab 46. Gavranovic/Dinamo Zagreb (28/15/5)- Trainer: Petkovic.

SCHIEDSRICHTER: Felix Brych (München). - TORE: 1:0 Mitrovic (5.), 1:1 Xhaka (52.), 1:2 Shaqiri (90.). - ZUSCHAUER: 33.167. - BESTE SPIELER: Tadic, Mitrovic - Xhaka, Shaqiri. - GELBE KARTEN: Milinkovic-Savic, Milivojevic, Matic, Mitrovic - Shaqiri. - ERWEITERTE STATISTIK (Quelle: deltatre): Torschüsse: 13:21. - Ecken: 3:7. - Ballbesitz: 40:60 %. - Zweikämpfe: 103:92.


WM heute: News vom 22.06.2018 9. WM Tag

Brasilien zittert sich zum Sieg - Neymar blamiert sich mit Schwalbe

Quelle: SID

Ein Doppelschlag in der Nachspielzeit lässt Brasilien aufatmen: Der Rekordweltmeister hat sich gegen Costa Rica zum ersten Sieg bei der WM in Russland gezittert - dank Treffern der Superstars Philippe Coutinho (90.+1) und Neymar (90.+7). Beim 2:0 (0:0) sorgte Neymar allerdings auch für den Aufreger des Tages: Mit einer Schwalbe holte der teuerste Fußballer der Welt vermeintlich einen Foulelfmeter heraus (78.), stellte sich am Punkt zur Ausführung auf - und wurde vom Videoschiedsrichter doch noch völlig zurecht zurückgepfiffen.

Neymar durfte sich letztlich bei Barca-Angreifer Coutinho (90.+1) bedanken, der mit dem erlösenden ersten Tor die Tür zum Achtelfinale weit aufstieß. Die tapfer kämpfenden Costa Ricaner mit ihrem Weltklassekeeper Keylor Navas von Champions-League-Sieger Real Madrid stehen nach der zweiten Niederlage vor dem Aus. Bei der WM vor vier Jahren in Brasilien hatten die Mittelamerikaner noch das Viertelfinale erreicht.

Brasilien muss sich im abschließenden Gruppenspiel am kommenden Mittwoch (20.00 Uhr MESZ) gegen Serbien dringend steigern, schon beim 1:1 zum Auftakt gegen die Schweiz hatte die hoch gehandelte Selecao jeglichen Glanz vermissen lassen. Schon in diesem Spiel erzielte Coutinho den einzigen Treffer der Brasilianer. Immerhin steigerte sich Neymar, der unter der Woche noch mit dem Training aussetzen musste.

Dabei war er in der ersten Halbzeit noch kaum zu sehen gewesen. Erst nach der Pause nahm der 222-Millionen-Mann Fahrt auf, vergab seine beste Chance allerdings freistehend mit einem Schlenzer in der 72. Minute. Näher war bis zu diesem Zeitpunkt nur Gabriel Jesus der Führung gekommen, der Stürmer köpfte in der 50. Minute an die Latte.

Brasilien tat sich von Beginn an extrem schwer mit den sehr defensiv agierenden Costa Ricanern, die sich bei Ballbesitz des fünfmaligen Weltmeisters in zwei Ketten gestaffelt bis kurz vor den eigenen Strafraum zurückzogen. Zudem tat der Underdog dem hohen Favoriten in jedem Zweikampf im wahrsten Sinne des Wortes weh, Costa Rica ging ausgesprochen energisch zu Werke. Nicht nur Neymar lag mehrfach mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen. Das kannte er bereits aus dem Spiel gegen die Schweiz.

In der ersten halben Stunde fiel dem Superstar von Paris St. Germain und seinen Kollegen herzlich wenig ein, ihr Spiel war statisch und ideenlos. So hatte die größte Chance vor der Pause sogar der Außenseiter: Celso Borges schob dem Ball aus 15 Metern knapp am Tor vorbei (13.).

Ein einziges Mal gelang es den Brasilianern vor der Pause, die Defensivreihen des Gegners durcheinanderzuwirbeln. Coutinho setzte mit einem sehenswerten Pass Neymar in Szene, doch dem Superstar sprang der Ball zu weit vom Fuß, so dass Navas im Tor Costa Ricas zur Stelle war.

Nach der Pause ging Brasilien wesentlich zielstrebiger zu Werke, Trainer Tite schien in der Kabine die richtige Ansprache gefunden zu haben. Zunächst verpasste Neymar in der 48. Minute aus dem Gewühl die Führung für den Favoriten, nach Jesus' Lattenkopfball schoss Neymar eine Direktabnahme drüber (56.).


WM heute: News vom 22.06.2018 9. WM Tag

Hummels und Müller droht Sperre

Quelle: SID

Den Weltmeistern Mats Hummels und Thomas Müller droht im Gruppenfinale am Mittwoch in Kasan gegen Südkorea eine Sperre. Hummels und Müller hatten beim WM-Fehlstart gegen Mexiko (0:1) die Gelbe Karte gesehen, bei einer weiteren Verwarnung am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky) gegen Schweden müsste das Duo des deutschen Meisters Bayern München gegen Südkorea zuschauen.

Möglicherweise ist das letzte Vorrundenspiel für den Titelverteidiger aber schon bedeutungslos. Bei einer weiteren Niederlage in Sotschi gegen Schweden hätte das DFB-Team alle Chancen auf das Achtelfinale verspielt, wenn Mexiko zuvor mindestens einen Punkt gegen Südkorea holt.


WM heute: News vom 21.06.2018 8. WM Tag

Beckenbauer sieht Parallelen zu 1974: "Bei uns sind die Fetzen geflogen"

Quelle: SID

Franz Beckenbauer hat das enttäuschende Auftreten der deutschen Nationalmannschaft im Auftaktspiel bei der WM in Russland an 1974 erinnert. "Damals begann das Theater schon vor dem Turnier, nachdem wir Spieler mit dem DFB über die Prämien gestritten hatten. Dann folgte das 0:1 gegen die DDR", sagte der Weltmeister-Teamchef von 1990 der Bild-Zeitung.

Anschließend habe man sich aber zusammengerauft. "In der Nacht nach dem Spiel sind bei uns in Malente die Fetzen geflogen. Bei ein paar Flaschen Wein haben wir uns die Meinung gegeigt", sagte der 72-Jährige. Später wurde die deutsche Mannschaft mit Kapitän Beckenbauer Weltmeister.

Deshalb begrüßt der "Kaiser", dass sich das DFB-Team unter der Woche nach dem 0:1 gegen Mexiko ausgesprochen hat. "Die Krisensitzung am Dienstag im Team war wohl nötig", sagte Beckenbauer und forderte mehr Einsatz: "Wenn wir so bewegungsarm wie gegen Mexiko weiterspielen, gewinnen wir nichts mehr. Mit dem Künstlerischen muss Schluss sein."


WM heute: News vom 20.06.2018 7. WM Tag

Russland - Ägypten 3:1 (0:0): Szenen, Fakten, Zitate

Quelle: SID

IM FOKUS: Mo Salah, wer sonst? Kaputte Schulter hin oder her, er spielte. Im Abschlusstraining wurde durch Rempler getestet, ob das lädierte Körperteil hält, trotzdem sah es so als, als könne oder wolle Salah nicht dorthin gehen, wo es weh tut. Was nicht gerade vorteilhaft ist für einen Stürmer. Wurde allerdings auch nicht gut ins Spiel eingebunden. Trotzdem ließen ihn die Russen nicht aus den Augen, wohlweislich, wie seine Riesenchance in der 42. Minute bewies.

IM AUGENWINKEL: Juri Schirkow. Im Eishockey würde einer wie er "enforcer" genannt werden. Aufgabe: Salah bewachen. Salah nerven. Salah an die Schulter packen. In der 50. Minute bekam Schirkow von Salah dafür ein paar Worte an den Kopf geschmissen. Hat ihn aber nicht wirklich gestört.

IM TOR: Immerhin. Salah holte einen Elfmeter heraus. Und schoss selbst. Und traf. Zum 1:3 (73.).

IM RAUSCH: Denis Tscheryschew. Schon drei Tore. Wie Ronaldo. Gut, gegen Saudi-Arabien und Ägypten. Trotzdem: Wer hätte das gedacht?! Spielt übrigens beim FC Villarreal in Spanien. Der letzte Russe mit drei Toren bei einer WM? Oleg Salenko 1994 (machte damals 6 - davon 5 allein beim 6:1 gegen Kamerun).

WAS NOCH ZU SAGEN WÄRE: "Wenn die Verantwortlichen nicht glücklich mit mir sind, bin ich der Erste, der geht. Aber wir haben noch ein Spiel zu spielen." (Ägyptens Trainer Hector Cuper nach dem Spiel zu seiner Zukunft)

RUSSLAND: Akinfejew/ZSKA Moskau (32 Jahre/108 Länderspiele/0 Tore) - Fernandes/ZSKA Moskau (27/7/0), Kutepow/Spartak Moskau (24/9/0), Ignaschewitsch/ZSKA Moskau (38/124/9), Schirkow/Zenit St. Petersburg (34/86/2) ab 86. Kudrjaschow/Rubin Kasan (31/20/0) - Samedow/Spartak Moskau (33/50/7), Sobnin/Spartak Moskau (24/14/0), Gasinski/FK Krasnodar (28/8/1), Tscheryschew/FC Villarreal (27/13/3) ab 74. Kusjajew/Zenit St. Petersburg (25/8/0) - Dschjuba/Arsenal Tula (29/25/13) ab 79. Smolow/FK Krasnodar (28/34/12), Golowin/ZSKA Moskau (22/21/3). - Trainer: Tschertschessow (54)

ÄGYPTEN: El-Shenawy/Al Ahly (29/5/0) - Fathi/Al Ahly (33/130/3), Gabr/West Bromwich Albion (29/24/1), Hegazy/West Bromwich Albion (27/47/1), Abdel-Shafy/Al Fateh (32/54/2) - Elneny/FC Arsenal (25/63/5) ab 64. Warda/Atromitos (24/19/0), Hamed/Zamalek (29/25/0) - Salah/FC Liverpool (26/57/34), Said/Kuopion PS (32/40/6), Trezeguet/Kasimpasa (23/28/2) ab 68. Sobhy/Stoke City (21/27/1) - Mohsen/Al Ahly (29/24/4) ab 82. Kahraba/Al Ittihad (24/24/3). - Trainer: Cuper (62)

SCHIEDSRICHTER: Enrique Caceres (Paraguay). - TORE: 1:0 Fathi (47., Eigentor), 2:0 Tscheryschew (59.), 3:0 Dschjuba (62.), 3:1 Salah (73., Foulelfmeter). - ZUSCHAUER: 64.468. - BESTE SPIELER: Schirkow, Tscheryschew - Trezeguet. - GELBE KARTEN: Smolow - Trezeguet. - ERWEITERTE STATISTIK (Quelle: deltatre): Schüsse: 12:14. - Ecken: 7:4. - Ballbesitz: 48:52 %. - Zweikämpfe: 122:117. (SID)


WM heute: News vom 19.06.2018 6. WM Tag

DFB-Team trifft in Sotschi ein

Quelle: SID

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist nach einem über zweistündigen Flug in ihrem zweiten WM-Spielort Sotschi eingetroffen. In der Olympiastadt von 2014 steht für den Titelverteidiger bei der WM in Russland am Samstag das wegweisende Gruppenspiel gegen Schweden an. Bei einer weiteren Niederlage und einem Punktgewinn von Mexiko zuvor gegen Südkorea wären die Weltmeister um Bundestrainer Joachim Löw vorzeitig gescheitert.

Sind in in Sotschi gelandet, wo wir die Wende schaffen müssen", twitterte Mats Hummels nach der Landung. Anschließend ging es mit dem Mannschaftsbus ins Hotel Radisson Blu Paradise Resort Sotschi direkt am Meer. Dort hatte das DFB-Team bereits beim überraschenden Confed-Cup-Triumph 2017 gewohnt. "Wir sind froh, dass wir was anderes erleben, eine andere Stadt, ein anderes Stadion", hatte Kapitän Manuel Neuer bereits vor dem Abflug aus Moskau erklärt.

Sotschi war für den DFB lange eine Option als WM-Quartier. Aufgrund der kürzeren Reisewege fiel die Wahl aber auf Watutinki vor den Toren der russischen Hauptstadt.


WM heute: News vom 19.06.2018 6. WM Tag

Was wäre, wenn ...? Konstellation für ein vorzeitiges Vorrunden-Aus

Quelle: SID

Die deutschen Weltmeister sind in Russland angetreten, um Historisches zu erreichen: einen zweiten WM-Titel in Folge. Doch tatsächlich kann im zweiten Vorrundenspiel gegen Schweden am Samstag in Sotschi (20.00 Uhr MESZ/ARD und Sky) frühzeitig das Aus in der Gruppe F besiegelt werden. In folgender Konstellation:

- im Falle einer deutschen Niederlage, wenn Südkorea nicht gegen Mexiko gewinnt. In diesem Fall wäre die Punkte-Verteilung in der Gruppe entweder 6-6-0-0 (bei Sieg Mexiko) oder 6-4-1-0 (bei Unentschieden). Deutschland wäre jeweils vorzeitig draußen.

In allen anderen Varianten besteht unabhängig vom Ergebnis des Mexiko-Spiels eine Chance im letzten Spiel gegen Südkorea am 27. Juni (16.00 Uhr MESZ/ZDF und Sky) in Kasan. Generell gilt: Wer nach zwei Spielen mindestens einen Punkt hat, kann noch nicht gescheitert sein.

Die ersten beiden Mannschaften der acht Vorrundengruppen qualifizieren sich für das Achtelfinale. Die Platzierung in den Gruppen erfolgt nach folgenden Kriterien:

1. Anzahl der Punkte aus allen Gruppenspielen.

2. Tordifferenz aus allen Gruppenspielen.

3. Anzahl der in allen Gruppenspielen erzielten Tore.

4. Anzahl der Punkte aus den Direktbegegnungen der punktgleichen Teams in den Gruppenspielen.

5. Tordifferenz aus den Direktbegegnungen der punktgleichen Teams in den Gruppenspielen.

6. Anzahl der in den Direktbegegnungen der punktgleichen Teams in den Gruppenspielen erzielten Tore.

7. Fair-Play-Wertung, ermittelt anhand der Anzahl Gelber und Roter Karten in allen Gruppenspielen.

8. Losentscheid.


WM heute: News vom 18.06.2018 5. WM Tag

Die deutschen WM-Auftaktspiele seit 1954

Quelle: SID

Das 0:1 am Sonntag gegen Mexiko war die zweite Niederlage einer DFB-Elf in den Auftaktspielen der Fußball-Weltmeisterschaften. Zuvor hatte Deutschland 1982 in Spanien gegen Algerien verloren.

1954 in der Schweiz (Weltmeister)

Der Grundstein für das "Wunder von Bern" wird mit einem 4:1-Sieg gegen die Türkei gelegt. Nach einem frühen Rückstand im Wankdorfstadion, wo später im Endspiel Ungarn sensationell 3:2 bezwungen wird, drehen Hans Schäfer, Berni Klodt, Ottmar Walter und Max Morlock mit ihren Toren das Spiel.

1958 in Schweden (Platz vier)

Der 1954er-WM-Held Helmut Rahn hat in Malmö noch einmal einen großen Auftritt. Beim 3:1 gegen Argentinien erzielt der "Boss" zwei Treffer. Das dritte Tor steuert WM-Debütant Uwe Seeler bei.

1962 in Chile (Viertelfinal-Aus)

Die letzte WM für den legendären Sepp Herberger fängt mit einer Nullnummer gegen Italien an. Im Tor der Italiener: Buffon, allerdings Lorenzo mit Vornamen. Er war ein Cousin eines Großvaters des berühmten Gianluigi Buffon.

1966 in England (Vize-Weltmeister)

Der lange Weg bis zum Wembley-Tor startet mit einem Kantersieg. Doppel-Torschütze beim souveränen 5:0 gegen die Schweiz in Sheffield: Franz Beckenbauer.

1970 in Mexiko (Platz drei)

Können Uwe Seeler und Gerd Müller zusammen spielen? Die Frage beschäftigte Fußball-Deutschland. Die Antwort gab das Duo bereits im ersten Spiel. Beim 2:1 gegen Marokko erzielte jeder einen Treffer.

1974 in Deutschland (Weltmeister)

Der Erwartungen waren riesig, der Auftakt äußerst mühevoll. Nur ein sehenswerter Distanzschuss von Paul Breitner in den Winkel verhinderte beim 1:0 gegen Chile im Berliner Olympiastadion eine Blamage.

1978 in Argentinien (Zwischenrunden-Aus)

An die "Schmach von Cordoba" gegen Österreich dachte noch niemand, doch schon der Start des Titelverteidigers in das letzte Turnier von Bundestrainer Helmut Schön verlief holprig. Gegen Polen reichte es in Buenos Aires nur zu einem 0:0.

1982 in Spanien (Vize-Weltmeister)

Nach der Vorbereitung am Schluchsee ("Schlucksee") blamiert sich das Team von Jupp Derwall beim 1:2 gegen Algerien. Nur die "Schande von Gijon" gegen Österreich (1:0) bewahrt Deutschland vor dem Vorrunden-Aus.

1986 in Mexiko (Vize-Weltmeister)

Wieder droht eine Auftaktpleite. Doch Klaus Allofs rettet mit seinem Ausgleichstor in der 84. Minute noch ein 1:1 gegen Uruguay und damit halbwegs die WM-Premiere des Teamchefs Beckenbauer.

1990 in Italien (Weltmeister)

Was für ein Start: Die DFB-Auswahl untermauert beim 4:1 gegen Jugoslawien ihre Titelambitionen eindrucksvoll. Lothar Matthäus drückt dem Spiel seinen Stempel auf und trifft doppelt.

1994 in den USA (Viertelfinal-Aus)

Der Titelverteidiger schrammt knapp an einer großen Enttäuschung vorbei. Jürgen Klinsmanns Treffer reicht für einen mühevollen 1:0-Erfolg gegen Bolivien.

1998 in Frankreich (Viertelfinal-Aus)

Und wieder trifft Klinsmann im ersten Spiel. Beim 2:0 gegen die USA sorgt er für den Endstand. Die Führung im Pariser Prinzenpark hatte Andreas Möller erzielt.

2002 in Südkorea/Japan (Vize-Weltmeister)

Torfestival und höchster deutscher WM-Sieg: Saudi-Arabien wird mit 8:0 vom Platz gefegt. Miroslav Klose glänzt mit drei Treffern.

2006 in Deutschland (Platz drei)

Der Startschuss ins Sommermärchen: Philipp Lahm trifft beim 4:2 der DFB-Elf gegen Costa Rica sehenswert zur Führung. Klose schnürt einen Doppelpack, den Schlusspunkt setzt Torsten Frings. Die Fans in München sind begeistert, die WM-Party nimmt sofort richtig Fahrt auf.

2010 in Südafrika (Platz drei)

Auftakt nach Maß in Durban: Thomas Müller erzielt beim 4:0 gegen Australien sein erstes WM-Tor. Lukas Podolski, Klose und Cacau jubeln ebenfalls.

2014 in Brasilien (Weltmeister)

Wie bei den drei Titeln zuvor gibt es zum Start ins Turnier einen Sieg. Matchwinner beim 4:0 gegen Portugal: Müller mit drei Treffern.

2018 in Russland (???)

Der Weltmeister ist gestolpert. Beim 0:1 gegen Mexiko offenbarte die DFB-Elf große Schwächen.


WM heute: News vom 18.06.2018 5. WM Tag

Matthäus über Mexiko-Pleite: "Fast alles hat gefehlt"

Quelle: SID

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat nach der WM-Auftaktpleite gegen Mexiko (0:1) scharfe Kritik an der deutschen Fußball-Nationalmannschaft geübt. "Das 0:1 war noch gnädig. Ich habe die deutsche Mannschaft bei einem großen Turnier lange nicht mehr so schwach gesehen. Mir hat in dieser Partie fast alles gefehlt", schrieb der Sky-Experte in seiner Kolumne für die Bild-Zeitung

So ein Gesicht hat die deutsche Nationalmannschaft lange nicht gezeigt", ergänzte Matthäus, der auch die Kaderauswahl von Bundestrainer Joachim Löw monierte: "Was mich vor allem erschreckt hat: Es gibt keine deutschen Spieler, die in Eins-gegen-Eins-Dribblings gehen. Oft habe ich während des Spiels an den gestrichenen Manchester-City-Star Leroy Sane gedacht."

Besonders die Weltmeister Thomas Müller ("enttäuschend") und Mesut Özil ("Von ihm kommt nichts zurück") zählte Matthäus (57) an. Stattdessen forderte er Löw auf, jetzt Marco Reus zu bringen. "Er hätte bei mir eine Stammplatzgarantie und müsste immer spielen."

Das Fazit von Matthäus: "Ich will nicht alles schlechtreden, aber es muss sich viel ändern. Deutschland ist in den nächsten beiden Spielen Favorit, muss jedoch ein komplett anderes Gesicht zeigen."

Der Weltmeister von 1990 hatte die bisher einzige WM-Auftaktpleite einer deutschen Auswahl aus nächster Nähe verfolgt: 1982 beim 1:2 gegen Algerien stand er im Kader, wurde aber nicht eingesetzt.


WM heute: News vom 17.06.2018 4. WM Tag

Fehlzündung statt Raketenstart: Schwacher Weltmeister mit historischer Pleite

Quelle: SID

Historische Fehlzündung statt Raketenstart zum fünften Stern: Weltmeister Deutschland ist nach einer schlimmen Leistung mit einer entlarvenden Niederlage in die WM in Russland gestartet. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw ließ sich von besser sortierten, gut kombinierenden und viel engagierteren Mexikanern phasenweise vorführen und unterlag verdient mit 0:1 (0:1). In einer derartigen Verfassung ist an eine erfolgreiche Titelverteidigung nicht einmal im Traum zu denken, vielmehr steht der Einzug in die K.o.-Runde auf dem Spiel.

Ihr Auftaktspiel bei einer WM hatte eine deutsche Mannschaft lediglich 1982 in Spanien verloren, damals 1:2 gegen Algerien. Die Niederlage gegen die flinken Mexikaner, für die ihr Jungstar Hirving Lozano (35.) traf, lässt für den weiteren Turnierverlauf das Schlimmste befürchten: Zumal die deutschen Spieler schon in der ersten Halbzeit auch körperlich nicht in bester Verfassung zu sein schienen. Hinzu kamen eine erschreckende Unordnung und ein häufig miserables Defensivverhalten.

Die Niederlage vor 78.011 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion Luschniki von Moskau ist darüber hinaus ein schlechtes Omen: Die Weltmeister von 2006 (Italien) und 2010 (Spanien) schieden jeweils in der Vorrunde aus. Gleiches blüht der deutschen Mannschaft, sollte sie sich nicht zunächst gegen Schweden am kommenden Samstag in Sotschi erheblich steigern. Im Auftaktspiel war von den vollmundig abgegebenen Erklärungen jedenfalls nichts zu sehen. Die deutschen Spieler wurden ihren Ansprüchen nicht gerecht.

Schon in der Vorbereitung war mit den Verletzungen von Manuel Neuer und Jerome Boateng nicht alles nach Plan gelaufen, hinzu kam die Erdogan-Affäre um Mesut Özil und Ilkay Gündogan. Stunden vor dem Spiel musste Löw dann noch seine Wunschformation ändern - Jonas Hector hatte sich eine Grippe eingefangen. Wie gut also, dass Marvin Plattenhardt als Backup in den WM-Kader berufen worden war. Als erster Berliner seit Arne Friedrich 2010 bestritt er ein WM-Spiel.

Plattenhardt musste gleich aus der Patsche geholfen werden, als ihm der Ball nach einer Ecke unglücklich wegsprang, Neuer aber reaktionsschnell eingriff (2.). Sekunden zuvor hatte Boateng in höchster Not gegen Jungstar Lozano gerettet. Es folgten danach erste deutsche Torannäherungen, auffällig war aber schon in der munteren Anfangsphase: Bei Ballverlusten hatte die DFB-Auswahl gewaltige Probleme in der Rückwärtsbewegung. Neuer musste unter anderem einen Kopfball von Hector Moreno parieren (14.).

Bei der deutschen Mannschaft wurde bald viel gemotzt, Toni Kroos, Sami Khedira, Thomas Müller, Joshua Kimmich oder Özil - alle meckerten. Und das mit gutem Grund. Mexiko, das zuletzt 1994 ein WM-Auftaktspiel verloren hatte, kombinierte gut und schnell, war zudem enorm bissig - und damit das Gegenteil des Weltmeisters, der behäbig, unsicher und schrecklich unsortiert wirkte. Plattenhardt stand dabei noch sicherer als Kimmich, dessen Abwehrseite praktisch verwaist war.

Und so kam es, wie es kommen musste: Nachdem die Mexikaner zunächst ein wenig unentschlossen im Strafraum gewirkt hatten, ließ Lozano nach einem prima Pass des ehemaligen Leverkuseners Chicharito den herbeigeeilten Özil aussteigen und traf ins kurze Eck. Es war das erste Gegentor in einem Turnier-Auftaktspiel seit der WM 2006 (4:2 gegen Costa Rica). Khedira hatte zuvor zum wiederholten Male den Ball verloren, und Kimmichs rechte Seite war offen.

Die DFB-Auswahl antwortete wütend, aber unkontrolliert gegen defensiv ebenfalls nicht sattelfeste Mexikaner. Einen Freistoß von Toni Kroos (39.) lenkte Torhüter Guillermo Ochoa gerade noch an die Latte - ansonsten wirkte vieles zufällig. Zu Belebung des Angriffsspiel brachte Löw nach einer Stunde Marco Reus für den miserablen Khedira, er hätte auch einige andere vom Platz nehmen können. Dafür rückte Özil nach hinten. Kimmichs Fallrückzieher flog kurz darauf über das Tor (64.).

Reus wirkte durchaus belebend auf das deutsche Spiel, es wurde auch ab und an brenzlig vor dem mexikanischen Tor - allzu oft aber wirkten die Aktionen nicht durchdacht. Der eingewechselte Mario Gomez (79. für Plattenhardt) blieb wirklungslos. Julian Brandt, ebenfalls spät gekommen (86.), traf den Außenpfosten (89.). Da konnte Löw am Spielfeldrand mit den Armen noch so sehr fuchteln.


WM heute: News vom 16.06.2018 3. WM Tag

Gruppe C: Frankreich siegt mühsam 2:1 gegen Australien

Quelle: SID

Vize-Europameister Frankreich ist sehr mühsam in die Fußball-WM in Russland gestartet. Der Weltmeister von 1998 kam in der Gruppe C gegen den Außenseiter Australien in Kasan zu einem mühsamen 2:1 (0:0), wobei in dieser Begegnung erstmals bei einer WM-Partie der Videobeweis zum Tragen kam.

Nach einer Attacke von Australiens Joshua Risdon am französischen Starstürmer Antoine Griezmann im Strafraum (56.) gab der Video-Assistent den Hinweis, dass es ein Foul gewesen sei. Referee Andres Cunha aus Uruguay hatte zunächst weiterlaufen lassen. Griezmann verwandelte in der 58. Minute zum 1:0. Mile Jedinak (62., Handelfmeter) glich für die Socceroos zwischenzeitlich aus. Das Siegtor für die Equipe tricolore erzielte 105-Millionen-Mann Paul Pogba in der 81. Minute.

Weitere Gruppengegner sind Peru und Dänemark, die am Samstag (18.00 Uhr MESZ/ZDF) in Saransk aufeinandertreffen.


WM heute: News vom 16.06.2018 3. WM Tag

Portugal - Spanien 3:3 (2:1): Szenen, Fakten, Zitate

Quelle: SID

SUPERSTAR: Die Chance war nicht allzu groß, immerhin hatte Cristiano Ronaldo zuvor keinen seiner 46 Freistöße bei einem großen Turnier verwandelt. Doch diesmal passte alles. Die Pose, der Schuss, der Jubel: Mit seinem dritten Treffer rettete Ronaldo Portugal nicht nur das Unentschieden gegen Spanien, sondern sorgte auch für die ersten ikonischen Bilder des Turniers in Russland.

 

ELITE: Schon mit seinem ersten Treffer, einem schnöden Elfmeter, war Ronaldo in einen exklusiven Kreis aufgestiegen. Vor ihm hatten nur Pele, Uwe Seeler und Miroslav Klose bei vier Weltmeisterschaften jeweils getroffen. Im Alter von 33 Jahren wird Ronaldo noch immer besser. Zuvor hatte er nie öfter als einmal in einem WM-Match getroffen.

FEHLGRIFF: Das zweite Tor war allerdings begünstigt durch einen verheerenden Patzer des spanischen Torwarts David De Gea. Der sonst so sichere Torwart von Manchester United hat sich auf der Insel wohl zu viel von seinen Kollegen abgeschaut und ließ einen harmlosen Schuss Ronaldos passieren.

ERWARTUNGEN: Das Spiel zwischen dem Europameister und dem Titelanwärter versprach Spektakel - und hielt sein Versprechen eindrucksvoll. Sechs Tore, dazu zweimal Aluminium und jede Menge Tempo. Der Endrunde in Russland konnte kaum etwas Besseres passieren als diese Partie am zweiten Turniertag.

DEBÜTANT: An seine Premiere als spanischer Nationaltrainer wird sich Fernando Hierro ein Leben lang erinnern. Noch am Mittwoch stand er als Sportdirektor in der zweiten Reihe. Nach der Entlassung von Julen Lopetegui rückte Hierro an den Feldrand und erlebte die Achterbahnfahrt und das Drama hautnah mit.

SERIE: Zwar durfte Hierro keinen Sieg bejubeln, doch immerhin hielt auch dank des Doppelpacks des Ausnahmestürmers Diego Costa die beeindruckende Serie des Titelanwärters. 21 Spiele sind die Spanier nun ungeschlagen. Bei 20 Spielen davon stand Lopetegui an der Seitenlinie. "Julen wird immer Teil unseres Teams sein, egal, was bei dieser WM passiert", sagt Kapitän Sergio Ramos.

WAS NOCH ZU SAGEN WÄRE: "Es ist unglaublich, ich habe viele Jahre darauf hin gearbeitet, die Menschen haben an mich geglaubt, und ich habe an mich geglaubt." (Cristiano Ronaldo)

Portugal: Rui Patricio/Vereinslos (70 Länderspiele/0 Tore) - Cedric/FC Southampton (30/1), Pepe/Besiktas Istanbul (96/5), Jose Fonte/Dalian Yifang (32/0), Guerreiro/Borussia Dortmund (25/2) - William/Vereinslos (44/2), Moutinho/AS Monaco (111/7) - Bernardo Silva/Manchester City (26/2) ab 69. Quaresma/Besiktas Istanbul (78/9), Guedes/FC Valencia (11/3) ab 80. Andre Silva/AC Mailand (24/12), Bruno Fernandes/Sporting Lissabon (7/1) ab 68. Joao Mario/West Ham United (37/2) - Ronaldo/Real Madrid (151/84). - Trainer: Santos

Spanien: De Gea/Manchester United (30/0) - Nacho/Real Madrid (18/1), Pique/FC Barcelona (99/5), Ramos/Real Madrid (153/13), Jordi Alba/FC Barcelona (63/8) - Busquets/FC Barcelona (104/2), Koke/Atletico Madrid (41/0) - David Silva/Manchester City (122/35) ab 86. Lucas Vazquez/Real Madrid (8/0), Isco/Real Madrid (29/10), Iniesta/FC Barcelona (128/13) ab 70. Thiago/Bayern München (30/2) - Costa/Atletico Madrid (21/9) ab 77. Aspas/Celta Vigo (11/5). - Trainer: Hierro

SCHIEDSRICHTER: Gianluca Rocchi (Italien). - TORE: 1:0 Ronaldo (4., Foulelfmeter), 1:1 Costa (24.), 2:1 Ronaldo (44.), 2:2 Costa (55.), 2:3 Nacho (58.), 3:3 Ronaldo (88.). - ZUSCHAUER: 43.866. - BESTE SPIELER: William, Ronaldo - Ramos, David Silva, Costa. - ERWEITERTE STATISTIK (Quelle deltatre): Schüsse: 9:12. - Ecken: 4:5. - Ballbesitz: 35:65 %. - Zweikämpfe: 70:89. (SID)

Cristiano Ronaldo trifft gegen Spanien dreifach
 
Quelle: SID

Die große Show des dreifachen Torschützen Cristiano Ronaldo hat Spanien nach nervenzehrenden Chaostagen ein weiteres Mal erschüttert. Der Weltfußballer rettete dem Europameister Portugal in einem rassigen Bruderduell im Alleingang ein 3:3 (2:1) gegen den Weltmeister von 2010, der unter dem neuen Trainer Fernando Hierro zuvor zweimal einen Rückstand ausgeglichen hatte und sogar in Führung gegangen war. Mit seinem dritten Treffer (88.) setzte Ronaldo den Schlusspunkt hinter das erste Spektakel bei der WM in Russland.

Selbst Ronaldos Tore reichten Portugal aber im Topspiel der Gruppe B in Sotschi nicht zum Sieg, weil auch Diego Costa für Spanien zweimal traf. Ronaldo verwandelte zunächst einen Foulelfmeter, den er selbst herausgeholt hatte (4.), anschließend profitierte er von einem Fehler des spanischen Torhüters David De Gea (44.). Costa (24./55.) und Nacho (58.) erzielten die Tore für Spanien, ehe Ronaldo spät zurückschlug.

Portugal war 2014 noch zum WM-Auftakt von Deutschland gedemütigt worden (0:4), diesmal lief es zunächst wunschgemäß. Der Superstar Ronaldo war bereits in der dritten Minute unwiderstehlich in den Strafraum gezogen - er fiel dort dann dankbar über das Bein, das ihm sein Real-Mitspieler Nacho ein wenig zaghaft entgegenstreckte. Der souveräne italienische Schiedsrichter Gianluca Rocchi entschied ohne großes Zögern auf Strafstoß, vom Video-Assistenten in Moskau kam kein Widerspruch.

Spanien, vor vier Jahren in Brasilien bereits in der Vorrunde gescheitert, war durch die spontane Scheidung von Trainer Julen Lopetegui (wechselt zur Real Madrid) massiv erschüttert worden, spielte aber dennoch so, wie Spanien eben so spielt: Mit schnellen Ballpassagen versuchte die Rote Furie, die Abwehr der Portugiesen zu knacken. Getreu Hierros Vorgabe, nichts zu ändern, was in den zwei Jahren unter Lopetegui gut war.

Tatsächlich schienen die Spanier weder vom Trainerwechsel noch von den Rückständen schwer getroffen. Der Ausgleich durch Costa, der Pepe zuvor unsanft aus dem Weg geräumt hatte, hielt auch der Nachfrage Rocchis beim Videoassistenten stand. Isco traf mit einem strammen Schuss die Latte (26.), der Ball sprang von der Linie zurück ins Feld.

Auch Ronaldo ging nicht frei von Aufregung in das Spiel. Eine gerichtliche Quelle bestätigte wenige Stunden vor dem Anpfiff, dass der 33 Jahre alte Portugiese eine zweijährige Haftstrafe auf Bewährung erhält. Zudem muss er 18,8 Millionen Euro zahlen. Ihm wird die Hinterziehung von insgesamt 14,7 Millionen Euro an Steuern vorgeworfen.

Mit seinem Treffer zur Führung fand Ronaldo Eingang in einen exklusiven Kreis: Als erst vierter Spieler hat er nun bei vier WM-Endrunden mindestens ein Tor erzielt - nach Uwe Seeler, Miroslav Klose und Pele. Ebenfalls die Chance gleichzuziehen haben in Russland Tim Cahill (Australien) und Rafa Marquez (Mexiko).

In der zweiten Halbzeit spielte Spanien wie entfesselt. Mit beeindruckender Willensstärke drehte der Weltmeister von 2010 das Spiel und beherrschte Portugal. Es kam der Titelfavorit zum Vorschein, der im Test im März in Düsseldorf die deutsche Mannschaft (1:1) eine halbe Stunde lang geradezu vorgeführt hatte. Dann aber - kam Ronaldo.


WM heute: News vom 15.06.2018 2. WM Tag

Kein Salah, keine Chance: Ägypten unterliegt Uruguay

Atleticos Gimenez erlöst Uruguay mit seinem Kopfballtor

Quelle: SID

Ohne den maladen "König der Pharaonen" hat Ägypten bei seinem WM-Comeback einen Achtungserfolg durch einen Last-Minute-Treffer knapp verpasst. In Abwesenheit des an der Schulter verletzten Mohamed Salah, der an seinem 26. Geburtstag nur auf der Bank Platz genommen hatte, unterlagen die Nordafrikaner bei ihrem ersten WM-Spiel seit 28 Jahren Uruguay mit 0:1 (0:0). Das Tor für die Celeste um die Stürmerstars Luis Suarez und Edinson Cavani erzielte im Stadion von Jekaterinburg Verteidiger Jose Maria Gimenez (89.).

"Das Tor freut mich sehr. Wir haben keine Räume gelassen, haben es gut gemacht. Die Ägypter waren stark, wir haben sie nicht unterschätzt. Aber das Tor wollte lange nicht fallen. Ich bin froh für die ganze Mannschaft. Wir hatten mehr Chancen und haben verdient gewonnen", sagte Gimenez.

Die Chancen der Ägypter auf den Einzug in die K.o.-Runde sind damit stark gesunken. Uruguay dagegen setzte sich in der Gruppe A auf Rang zwei hinter Gastgeber Russland, der am Donnerstag im Eröffnungsspiel der WM ein überfordertes Saudi-Arabien mit 5:0 (2:0) bezwungen hatte. Ägypten, erstmals seit 1990 bei einer WM dabei, trifft am Dienstag in St. Petersburg auf Russland, Uruguay einen Tag später in Rostow am Don auf die Saudis.

In einem Spiel ohne große Höhepunkte fehlte Salah den Ägyptern als Führungsfigur, Abnehmer von Pässen und Unruhestifter der gegnerischen Abwehr an allen Ecken und Enden. Eine echte Chance hatte die Mannschaft des argentinischen Trainers Hector Cuper nicht, konnte den schwachen Uruguayern, für die Edinson in der 88. Minute per Freistoß den Pfosten traf, aber gut Paroli bieten - bis zu einer Flanke kurz vor Ende der regulären Spielzeit, als Gimenez den Ball per Kopf ins Netz wuchtete.

Die Schocknachricht vom Fehlen des Hoffnungsträgers hatten Tausende zuvor noch euphorische Ägypter vor und im Stadion rund 100 Minuten vor dem Anpfiff zu verdauen. Als der Verband die Aufstellung twitterte, fehlte der Name Salah. Anstelle des Superstars, des Torschützenkönigs der Premier League, des Königs der Pharaonen, spielte: Amr Warda von Atromitos Athen, kein Länderspieltor.

Der als Mauer-Mannschaft verschriene Außenseiter versteckte sich nicht, stand relativ hoch, Mohamed Elneny vom FC Arsenal gab den Ballverteiler im Mittelfeld. Und: Die Defensive stand gut. Uruguay brachte sein exzellentes Sturmduo Suarez/Cavani nicht so recht in Position.

Chancen hatten die beiden Angreifer dennoch: In der 24. Minute schoss Suarez aus kurzer Distanz nur ans Außennetz. In der 73. Minute scheiterte er ebenso wie zehn Minuten später Cavani an Torwart Mohamed El-Shennawy, der überraschend für den 45 Jahre alten Essam El Hadary spielte. Der Spielaufbau der Uruguayer lief ansonsten zäh, weil Ägypten geschickt das Zentrum verdichtete.

Erstaunlicherweise war das Stadion in Jekaterinburg nicht sonderlich gut besucht, obwohl es das zweitkleinste der WM ist. Die gigantischen Stahlrohtribünen hinter beiden Toren waren voll besetzt, aber abseits davon zeigten sich viele Lücken - nur 27.015 Besucher besetzten die etwas mehr als 35.000 Plätze. Die FIFA kündigte deswegten prompt eine Untersuchung an.


WM heute: News vom 15.06.2018 2. WM Tag

ARD: 9,48 Millionen sehen russischen WM-Kantersieg im Eröffnungsspiel

Quelle: SID

Toller Start für die ARD in die 21. Fußball-WM in Russland: Den 5:0-Kantersieg des Gastgeberlandes in Moskau gegen Saudi-Arabien verfolgten am Donnerstag 9,48 Millionen Zuschauer, der Marktanteil lag bei 51 Prozent.

Die Eröffnungsfeier im Luschniki-Stadion der russischen Hauptstadt hatten zuvor im Ersten immerhin 5,00 Millionen gesehen. Der Marktanteil betrug 37,7 Prozent. Die Vorberichterstattung ab 15.10 Uhr verfolgten schon 3,69 Millionen (MA: 22,7 Prozent).


WM heute: News vom 14.06.2018 Eröffnungsspiel

WM-Eröffnungsspiel: Russland startet mit Sieg gegen Saudi-Arabien

Quelle: SID

Einstand nach Maß für Gastgeber Russland in die 21. Fußball-Weltmeisterschaft: Die Sbornaja gewann das Eröffnungsspiel im Luschniki-Stadion von Moskau gegen Saudi-Arabien mit 5:0 (2:0). Denis Tscheryschew (43./90.+1), Juri Gasinski (12.), Artem Dschjuba (71.) und Alexander Golowin (90.+4) erzielten die Tore für die Mannschaft von Trainer Stanislaw Tschertschessow.

Es war der höchste Sieg in einem offiziellen WM-Eröffnungsmatch. Im zweiten Spiel der Gruppe A treffen am Freitag (14.00 Uhr MESZ/ARD) in Jekaterinburg Ägypten und der zweimalige WM-Champion Uruguay aufeinander.

Vor dem Vergleich zwischen Russland und Saudi-Arabien hatte Popstar Robbie Williams bei der kurzen Eröffnungsfeier für eine stimmungsvolle Einstimmung auf das Großereignis gesorgt. Vier seiner größten Hits gab Williams im roten Anzug mit glitzerndem Leoparden-Muster zum Besten - den Auftakt machte er mit "Let Me Entertain You".

Kurz vor dem Anpfiff begrüßte der vom Publikum gefeierte russische Präsident Wladimir Putin die Fans aus aller Welt. "Unser Herz schlägt sehr hoch für diesen Sport. Wir sind ein offenes, gastfreundliches Land, in dem unsere Gäste viele Freunde finden werden", sagte Putin während seiner Rede.

Putin betonte weiter: "Wir alle sind vereint in der Liebe zum Fußball. Hier gibt es keine Unterschiede in der Sprache und im Glauben. Das ist die Kraft des Fußballs. Unsere Aufgabe besteht darin, diese Kraft für die nächsten Generationen zu bewahren. Ich wünsche allen Mannschaften Erfolg und allen Fans einzigartige Erlebnisse. Willkommen in Russland." Auch FIFA-Präsident Gianni Infantino begrüßte die Zuschauer.


WM heute: News vom 14.06.2018

Die deutschen WM-Auftaktspiele seit 1954

Quelle: SID

Titelverteidiger Deutschland startet am Sonntag (17.00 Uhr/ZDF und Sky) mit dem Spiel gegen Mexiko in Moskau in die WM in Russland. Seit 36 Jahren ist die DFB-Auswahl in WM-Auftaktspielen unbesiegt.

1954 in der Schweiz (Weltmeister)

Der Grundstein für das "Wunder von Bern" wird mit einem 4:1-Sieg gegen die Türkei gelegt. Nach einem frühen Rückstand im Wankdorfstadion, wo später im Endspiel Ungarn sensationell 3:2 bezwungen wird, drehen Hans Schäfer, Berni Klodt, Ottmar Walter und Max Morlock mit ihren Toren das Spiel.

1958 in Schweden (Platz vier)

Der 1954er-WM-Held Helmut Rahn hat in Malmö noch einmal einen großen Auftritt. Beim 3:1 gegen Argentinien erzielt der "Boss" zwei Treffer. Das dritte Tor steuert WM-Debütant Uwe Seeler bei.

1962 in Chile (Viertelfinal-Aus)

Die letzte WM für den legendären Sepp Herberger fängt mit einer Nullnummer gegen Italien an. Im Tor der Italiener: Buffon, allerdings Lorenzo mit Vornamen. Er war ein Cousin eines Großvaters des berühmten Gianluigi Buffon.

1966 in England (Vize-Weltmeister)

Der lange Weg bis zum Wembley-Tor startet mit einem Kantersieg. Doppel-Torschütze beim souveränen 5:0 gegen die Schweiz in Sheffield: Franz Beckenbauer.

1970 in Mexiko (Platz drei)

Können Uwe Seeler und Gerd Müller zusammen spielen? Die Frage beschäftigte Fußball-Deutschland. Die Antwort gab das Duo bereits im ersten Spiel. Beim 2:1 gegen Marokko erzielte jeder einen Treffer.

1974 in Deutschland (Weltmeister)

Der Erwartungen waren riesig, der Auftakt äußerst mühevoll. Nur ein sehenswerter Distanzschuss von Paul Breitner in den Winkel verhinderte beim 1:0 gegen Chile im Berliner Olympiastadion eine Blamage.

1978 in Argentinien (Zwischenrunden-Aus)

An die "Schmach von Cordoba" gegen Österreich dachte noch niemand, doch schon der Start des Titelverteidigers in das letzte Turnier von Bundestrainer Helmut Schön verlief holprig. Gegen Polen reichte es in Buenos Aires nur zu einem 0:0.

1982 in Spanien (Vize-Weltmeister)

Nach der Vorbereitung am Schluchsee ("Schlucksee") blamiert sich das Team von Jupp Derwall beim 1:2 gegen Algerien. Nur die "Schande von Gijon" gegen Österreich (1:0) bewahrt Deutschland vor dem Vorrunden-Aus.

1986 in Mexiko (Vize-Weltmeister)

Wieder droht eine Auftaktpleite. Doch Klaus Allofs rettet mit seinem Ausgleichstor in der 84. Minute noch ein 1:1 gegen Uruguay und damit halbwegs die WM-Premiere des Teamchefs Beckenbauer.

1990 in Italien (Weltmeister)

Was für ein Start: Die DFB-Auswahl untermauert beim 4:1 gegen Jugoslawien ihre Titelambitionen eindrucksvoll. Lothar Matthäus drückt dem Spiel seinen Stempel auf und trifft doppelt.

1994 in den USA (Viertelfinal-Aus)

Der Titelverteidiger schrammt knapp an einer großen Enttäuschung vorbei. Jürgen Klinsmanns Treffer reicht für einen mühevollen 1:0-Erfolg gegen Bolivien.

1998 in Frankreich (Viertelfinal-Aus)

Und wieder trifft Klinsmann im ersten Spiel. Beim 2:0 gegen die USA sorgt er für den Endstand. Die Führung im Pariser Prinzenpark hatte Andreas Möller erzielt.

2002 in Südkorea/Japan (Vize-Weltmeister)

Torfestival und höchster deutscher WM-Sieg: Saudi-Arabien wird mit 8:0 vom Platz gefegt. Miroslav Klose glänzt mit drei Treffern.

2006 in Deutschland (Platz drei)

Der Startschuss ins Sommermärchen: Philipp Lahm trifft sehenswert zur Führung. Klose schnürt einen Doppelpack, den Schlusspunkt setzt Torsten Frings. Die Fans in München sind begeistert, die WM-Party nimmt sofort richtig Fahrt auf.

2010 in Südafrika (Platz drei)

Auftakt nach Maß in Durban: Thomas Müller erzielt beim 4:0 gegen Australien sein erstes WM-Tor. Lukas Podolski, Klose und Cacau jubeln ebenfalls.

2014 in Brasilien (Weltmeister)

Wie bei den drei Titeln zuvor gibt es zum Start ins Turnier einen Sieg. Matchwinner beim 4:0 gegen Portugal: Müller mit drei Treffern.


WM heute: News vom 13.06.2018

Die WM-Eröffnungsspiele in der Übersicht

Quelle: SID

Im Eröffnungsspiel der WM 2018 (14. Juni bis 15. Juli) stehen sich am Donnerstag (17.00 Uhr/ARD und Sky) Gastgeber Russland und Saudi-Arabien gegenüber. Seit der WM 1966 in England gibt es bei Fußball-Weltmeisterschaften offiziell Eröffnungsspiele. Die ersten Ausgaben waren echte Langweiler: gleich viermal in Folge hieß das Ergebnis 0:0.

Vor 1966 fanden zum Turnierstart mehrere Spiele gleichzeitig statt, davon erhob die FIFA erst später einzelne Partien in den Stand eines Eröffnungsspiels. Erst zweimal (1934 und 1966) wurden Teilnehmer eines Eröffnungsspiels auch Weltmeister (Italien bzw. England).

Das torreichste Eröffnungsspiel gab es 2006, als Gastgeber Deutschland mit 4:2 gegen Costa Rica gewann. Und: In Eröffnungsspielen unter Beteiligung des Gastgebers (bislang neunmal) hat dieser noch nie verloren. - Die Eröffnungsspiele in der Übersicht:

1966 England - Uruguay 0:0

1970 Mexiko - Sowjetunion 0:0

1974 Brasilien - Jugoslawien 0:0

1978 Polen - Deutschland 0:0

1982 Belgien - Argentinien 1:0

1986 Italien - Bulgarien 1:1

1990 Kamerun - Argentinien 1:0

1994 Deutschland - Bolivien 1:0

1998 Brasilien - Schottland 2:1

2002 Senegal - Frankreich 1:0

2006 Deutschland - Costa Rica 4:2

2010 Südafrika - Mexiko 1:1

2014 Brasilien - Kroatien 3:1

2018 Russland - Saudi-Arabien ???

Erst später zum Eröffnungsspiel benannt:

1930: Frankreich - Mexiko 4:1

1934: Italien - USA 7:1

1938 Deutschland - Schweiz 1:1 (Wiederholungsspiel 2:4)

1950 Brasilien - Mexiko 4:0

1954 Jugoslawien - Frankreich 4:0

1958 Schweden - Mexiko 3:0

1962 Chile - Schweiz 3:1


WM heute: News vom 12.06.2018

Mathematiker: Deutschland ist Favorit auf den Titel

Quelle: SID

Für Mathematiker aus Dresden ist Deutschland bei der Fußball-WM ab Donnerstag in Russland der Titel-Favorit. Die Wissenschaftler haben die WM-Endrunde mehrfach 100.000 Mal durchgerechnet und kommen laut Sächsischer Zeitung zu dem Ergebnis, dass die Wahrscheinlichkeit eines deutsches Sieges bei elf Prozent liegt.

"Damit ist Deutschland zwar der Favorit, doch Portugal und Brasilien auf den Plätzen zwei und drei sind ganz dicht dahinter", sagte Rene Schilling, an der TU Dresden Professor für Wahrscheinlichkeitstheorie, der mit Mitarbeiter Georg Berschneider die Rechnungen durchführte.

Als Grundlage diente die Torquote der 32 Teams aus der WM-Qualifikation. Weitere Parameter wie die unterschiedliche Qualität der Gegner und die Weltrangliste wurden ebenfalls berücksichtigt. "Ein Rechenprogramm simuliert dann das gesamte Turnier", erklärte Berschneider.

Was in der Realität mehrere Wochen dauert, schafft der Computer in zwei Hundertstelsekunden. "Allerdings haben wir das mehrfach 100.000 Mal wiederholt, um wirklich verlässliche Daten zu bekommen. Dafür benötigt der Rechner jeweils gut 20 Minuten", so Berschneider.

Wissenschaftler der Uni Innsbruck hatten nach einem anderen Modell errechnet, dass Brasilien mit einer Wahrscheinlichkeit von 16,6 Prozent vor Deutschland (15,8) den Titel gewinnt. Die Dresdner lagen zuletzt schon mal richtig. Sie hatten vor dem letzten Spieltag der 2. Bundesliga errechnet, dass Dynamo Dresden nicht absteigt und Platz 14 belegt. Genauso ist es gekommen.


WM heute: News vom 10.06.2018

Merk über WM-Videobeweis: "Aufreger sind programmiert"

Quelle: SID

Sky-Schiedsrichter-Experte Markus Merk erwartet bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) einige Schwierigkeiten und Komplikationen aufgrund des Video-Assistenten, der erstmals bei einer WM-Endrunde zum Einsatz kommt. "Die Aufreger scheinen natürlich programmiert! Der Video-Assistent – das war eine Revolution im Fußball und ein Reizthema der letzten Saison. Schwer vorstellbar, wie die Umsetzung funktionieren soll", schrieb der ehemalige Weltklasse-Referee in seiner WM-Kolumne "BeMERKt" auf skysport.de.

Weiter führte er aus: "Einheitliche Sprache und Spielauffassung sind Basiswerte für den Erfolg. Diese sind definitiv nicht immer gegeben. Ich hoffe, wir werden über packende, spannende Spiele sprechen, weniger über Video-Assistenten oder andere Randerscheinungen bei der WM 2018."


WM heute: News vom 08.06.2018

Vogts übt Kritik an Löws Nominierungspraxis

Quelle: SID

Der frühere Fußball-Bundestrainer Berti Vogts hat Kritik an der Nominierungspraxis seines aktuellen Nachfolgers Joachim Löw für Großereignisse wie die WM-Endrunde in Russland geübt. Vogts bewertet die Aufstellung eines vorläufigen Kaders der Nationalmannschaft mit 27 Spielern und die spätere Reduzierung auf eine endgültige 23-Mann-Liste sehr skeptisch. "Warum handhabt er das so?", fragte der Coach der deutschen Europameister-Mannschaft von 1996 in seiner Kolumne beim Internetportal t-online.de.

"Es ist eine unheimliche Unruhe reingekommen, seit über Streichkandidaten diskutiert wird, und das ist eine große Gefahr", schrieb Vogts mit Blick auf die Schlagzeilen über Löws Entscheidung für einen Verzicht auf Jungstar Leroy Sane (Manchester City): "Ich hätte es grundsätzlich anders gemacht als Joachim Löw und nicht 27, sondern 23 Spieler nominiert."

Die Vorbeugung von verletzungsbedingten Ausfällen ist für den Weltmeister von 1974 keine stichhaltige Begründung für das inzwischen übliche Auswahlprozedere im Vorfeld von WM- und EM-Turnieren: "Man kann immer noch einen Sane nachträglich nominieren. Das ist deutlich angenehmer, als vier Spieler nach Hause zu schicken. Ich habe das als Trainer früher so gemacht, und es war viel einfacher."

Auch mit der jüngsten Kritik von Weltmeister Mats Hummels am angeblich zu forschen Verhalten von jüngeren Spielern ohne größere Meriten ist Vogts nicht einverstanden. "Es ist nicht angebracht, in den Medien über die jungen Spieler zu sprechen. Wenn er etwas zu bemängeln hat, soll er das gefälligst intern tun", schrieb der 71-Jährige dem Münchner Abwehrspieler ins Stammbuch und erinnerte Hummels an seine beanspruchte Rolle als Führungsspieler: Wenn jüngere Spieler zu forsch seien, "liegt das nicht unbedingt an den Spielern, sondern auch an Hummels."


WM heute: News vom 07.06.2018

DFB-Team ohne Özil - Kroos, Müller und Hummels dabei

Quelle: SID

Ohne Mesut Özil bestreitet die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihre WM-Generalprobe am Freitag (19.30 Uhr/ARD) in Leverkusen gegen Saudi-Arabien. Der 29 Jahre alte Spielmacher vom FC Arsenal wird wegen einer Prellung am linken Knie nicht zum Einsatz kommen. "Es ist nichts Dramatisches. Wir wollen aber kein Risiko eingehen", sagte Teammanager Oliver Bierhoff am Donnerstag im Trainingslager des Weltmeisters in Eppan/Südtirol. Jerome Boateng könnte nach überstandener Muskelverletzung dagegen in den Kader zurückkehren. Er gehe davon aus, "dass Jerome zu 100 Prozent einsatzfähig ist", sagte Bierhoff. Eine Entscheidung stehe aber noch nicht fest, ergänzte Assistenztrainer Miroslav Klose. Der Münchner Innenverteidiger hatte erst in dieser Woche das Mannschaftstraining aufgenommen.

Im Tor gegen WM-Starter Saudi-Arabien wird Manuel Neuer stehen. Der DFB-Kapitän, der gegen Österreich nach über achtmonatiger Verletzungspause sein Comeback gefeiert hatte, soll weitere Spielpraxis sammeln. In der Abwehr dürfte Bundestrainer Joachim Löw Joshua Kimmich, Antonio Rüdiger, Mats Hummels und Jonas Hector in der Startelf aufbieten.

Auf der Doppelsechs kommen wohl Sami Khedira und Toni Kroos zum Einsatz, davor Thomas Müller, Julian Draxler und Marco Reus. Timo Werner wird als einzige Spitze erste Wahl sein. Boateng, Müller, Hummels und Kroos hatten beim 1:2 in Österreich gefehlt.

Bis auf Boateng und Özil könnte es die erste Elf von Löw für die WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) sein. Das Spiel gegen Saudi-Arabien ist für den Bundestrainer die letzte Testmöglichkeit vor dem WM-Auftakt am 17. Juni in Moskau gegen Mexiko. - Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Deutschland: Neuer/Bayern München (32 Jahre/75 Länderspiele) - Kimmich/Bayern München (23/28), Rüdiger/FC Chelsea (25/24), Hummels/Bayern München (29/63), Hector/1. FC Köln (28/37) - Khedira/Juventus Turin (31/74), Kroos/Real Madrid (28/82) - Müller/Bayern München (28/90), Draxler/Paris St. Germain (24/43), Reus/Borussia Dortmund (29/30) - Werner/RB Leipzig (22/13). - Trainer: Löw

Saudi Arabien: Al-Mosaileem/Al-Ahli Dschidda (34/32) - Al-Shahrani/Al-Hilal Riad (26/37), Osama Hawsawi/Al-Hilal Riad (34/127), Othman/Al-Nassr Riad (32/27), Al-Harbi/Al-Ahli Dschidda (30/40) - Otayf/Al-Hilal Riad (25/17), Al-Jassim/Al-Ahli Dschidda (33/127) - Al-Muwallad/UD Levante (23/45), Al-Shehri/CD Leganes (27/53), Al-Dawsari/Al-Hilal Riad (26/34) - Al-Sahlawi/Al-Nassr Riad (31/41). - Trainer: Pizzi

Schiedsrichter: Vincic/Slowenien


WM heute: News vom 06.06.2018

DFB-Team gegen Saudi-Arabien klarer Favorit

Quelle: SID

Trotz der 1:2-Niederlage gegen Österreich bleibt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei ihrer WM-Generalprobe am Freitag (19.30 Uhr/ARD) gegen Saudi-Arabien der klare Favorit. Gewinnen die Weltmeister von Bundestrainer Joachim Löw das Länderspiel in Leverkusen, zahlt der Sportwettenanbieter bwin nur das 1,06-Fache des Einsatzes zurück.

Die Quote für einen Sieg des Wüstenstaates liegt bei 26,00, ein Unentschieden notierten die Buchmacher mit einer Quote von 11,50. Beide bisherigen Aufeinandertreffen der Länder entschied das DFB-Team für sich (3:0/8:0).

WM heute: News vom 05.06.2018

Gündogan nach langer Saison fit für die WM

Quelle: SID

Der früher von vielen Verletzungen geplagte Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan hat für seine Gesundheit zu einer zusätzlichen Maßnahme gegriffen. "Ich habe jetzt einen Osteopathen aus Deutschland, der fast nur noch mit mir zusammenarbeitet und auch regelmäßig drei- oder viermal die Woche kam", sagte der Mittelfeldspieler des englischen Meisters Manchester City im SID-Gespräch im Trainingslager in Eppan/Südtirol.

Der 27-Jährige räumte ein, dass er die Situation früher vielleicht ein wenig unterschätzt habe. "Ich war jung und dachte, ich könnte Berge versetzen", sagte Gündogan, der zudem an freien Tagen versucht habe, "zu entspannen und zu regenerieren." Deswegen habe er trotz der langen Saison in der Premier League vor der anstehenden WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) nicht das Gefühl, "dass ich ausgelaugt bin".
 

WM heute: News vom 04.06.2018

Mit sieben Bayern-Spielern zur WM

Quelle: SID

Der deutsche Meister Bayern München stellt mit Abstand das größte Kontingent des Weltmeisters für die Endrunde in Russland. Manuel Neuer, Mats Hummels, Jerome Boateng, Thomas Müller, Joashua Kimmich, Niklas Süle und Sebastian Rudy sind die sieben Bayern-Profis im 23er-Kader von Bundestrainer Joachim Löw.

Torhüter Kevin Trapp und Julian Draxler spielen beim französischen Double-Gewinner Paris St. Germain. Die restlichen 14 Spieler verteilen sich auf 14 Vereine. Insgesamt 15 Profis verdienen ihr Geld in der Bundesliga, acht Spieler sind bei ausländischen Vereinen aktiv.

WM heute: News vom 03.06.2018

Gewinner und Verlierer: Von Neuer bis Petersen

Quelle: SID

Bundestrainer Joachim Löw muss am Montag seinen endgültigen 23-köpfigen Kader für die Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) benennen. Nach dem 1:2 (1:0) im vorletzten Länderspiel vor dem Turnier in Klagenfurt gegen Österreich wartet auf Löw noch viel Arbeit. Der SID beleuchtet knapp zwei Wochen vor dem ersten WM-Spiel gegen Mexiko die Situation im Team des Weltmeisters:

GEWINNER

Manuel Neuer: Der DFB-Kapitän bestand trotz zweier Gegentore seinen WM-Härtetest. Neuer hielt, was zu halten war, und er zeigte auch im Aufbau trotz fehlender Spielpraxis nur vereinzelt Wackler. Auch wenn nach mehr als acht Monaten Verletzungspause ein gewisses Restrisiko bleibt: Der Münchner Keeper wird wohl als Nummer eins zur WM nach Russland fahren.

Die Weltmeister: Das Spiel in Österreich hat eines gezeigt: Ohne die Weltmeister geht es im deutschen Team (noch) nicht. Toni Kroos, Thomas Müller, Jerome Boateng oder Mats Hummels sind nicht zu ersetzen. Und auch ein Sami Khedira fehlte nach seiner Auswechslung zur Pause als Stabilisator im Mittelfeld.

Die Etablierten: Ilkay Gündogan hat sich hinter Kroos und Khedira als Alternative in der Defensiv-Zentrale etabliert. Auch auf den erfahrenen Mario Gomez, der in Österreich nur kurz vorspielen durfte, wird Löw nicht verzichten. Dafür war Nils Petersen bei seinem Debüt zu schwach. An Joshua Kimmich und Jonas Hector führt trotz eines dürftigen Auftritts im Wörthersee Stadion auf den Außenverteidigerpositionen ebenfalls kein Weg vorbei.

VERLIERER

Marc-Andre ter Stegen: Für den Keeper des FC Barcelona ist es eine bittere Situation. Da hält er über Monate in Spanien und in der Champions League klasse, in Russland wird er aller Voraussicht nach aber trotzdem die Nummer zwei im DFB-Team hinter Neuer sein. Auch wenn der Münchner über acht Monate verletzt gefehlt hat: Bei Trainern und Mitspielern ist Neuer über ter Stegen angesiedelt. Bisher hat sich der 26-Jährige noch nicht geäußert, sein Frust dürfte aber groß sein.

Leroy Sane: In der Premier League gehörte der 22 Jahre alte Flügelspieler zu den besten Profis der vergangenen Saison. Im Nationalteam blieb der hoch veranlagte Sane aber zuletzt weit hinter den Erwartungen zurück. Auch gegen Österreich enttäuschte der Jungstar von Manchester City auf der ganzen Linie. Auch wenn er als Versprechen für die Zukunft gilt: So müsste er sich nicht wundern, wenn ihn Löw überraschend für Russland streichen würde.

Die Streichkandidaten: Seit der Nominierung am 15. Mai wird spekuliert, wen der Bundestrainer aus seinem vorläufigen 27er-Kader streichen wird. Genannt wurden von Beginn an Sebastian Rudy und Julian Brandt, die es vor der EM 2016 schon erwischt hatte, sowie Nils Petersen und Jonathan Tah. Der Leverkusener durfte gegen Österreich gar nicht ran, Petersen hätte sich bei seinem Debüt gewünscht, "dass ich mit einer guten Aktion oder einem Tor auf mich aufmerksam mache". Das gelang dem Freiburger nicht. Auch Rudy und Brandt empfahlen sich nicht mehr. Bei den Torhütern erwischt es nach Neuers bestandenem Test Bernd Leno oder Kevin Trapp.


WM heute: News vom 01.06.2018

Fragen und Antworten zur WM-Nominierung

Bundestrainer Joachim Löw muss seinen vorläufigen Kader für die Fußball-WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) um vier Spieler reduzieren. Zur Endrunde werden drei Torhüter und 20 Feldspieler reisen.

Wie sieht Löws Zeitplan aus?

Zunächst steht am Samstag (18.00 Uhr/ZDF) das Länderspiel in Klagenfurt gegen Österreich an. Danach muss sich der Weltmeistercoach entscheiden. Dem Weltverband FIFA muss er sein endgültiges Aufgebot bis Montagmittag um 12.00 Uhr melden. Seine Spieler wird er am Montagmorgen informieren. Nach der Meldung bei der FIFA wird der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Öffentlichkeit in Kenntnis setzen.

Wer sind die Wackelkandidaten?

Sollte Manuel Neuer den WM-Härtetest im Wörthersee Stadion gegen die nicht für die WM qualifizierten Österreicher bestehen, platzt der Traum von Kevin Trapp oder Bernd Leno. Da Jerome Boateng nach seiner Muskelverletzung im Adduktorenbereich täglich Fortschritte macht, wird wohl auch Innenverteidiger Jonathan Tah gestrichen. Weitere Wackelkandidaten sind Sebastian Rudy, Julian Brandt und Nils Petersen. Sollte Löw von seiner Devise abweichen, alle Positionen doppelt zu besetzen abweichen, könnte es auch Linksverteidiger Marvin Plattenhardt treffen.

Was sagt der Bundestrainer?

Joachim Löw macht es sich nicht leicht. "Die Entscheidung den Spielern mitzuteilen, fällt nicht einfach. Jeder Spieler hat hier Gas gegeben und will dabei sein. Es tut für diese Spieler ein bisschen weh, weil da eine kleine Welt zusammenbricht", sagte Löw am Freitag in Eppan.

Spielt die Begegnung in Österreich für Löw noch eine Rolle?

Ja. Von einem Spiel könne zwar nicht alles abhängen, betonte der Bundestrainer, doch der Eindruck sei nicht unwichtig: "Es spielt in die Entscheidung rein. Am Sonntag werten wir alle Dinge aus. Das machen wir seriös und gehen ins Detail."

Wen hat es zuletzt getroffen?

Vor der EM in Frankreich sortierte Löw neben dem verletzten Marco Reus und Karim Bellarabi auch Brandt und Rudy aus. "Wenn es jemand das zweite Mal erwischt, ist es umso schwerer. Wir müssen überlegen, was die beste Entscheidung ist. Man kann nicht immer den bequemen Weg gehen", sagte Teammanager Oliver Bierhoff. Auch andere Spieler des derzeitigen Kaders erlebten diese Enttäuschung. Leon Goretzka (WM 2014) sowie Marc-Andre ter Stegen und Julian Draxler (EM 2012) wurden ebenfalls kurz vor Turnierstart gestrichen.

Ist der WM-Kader damit endgültig?

Nein. Sollte es noch Verletzungen geben, kann der DFB bis 24 Stunden vor dem ersten Spiel gegen Mexiko am 17. Juni in Moskau noch Veränderungen vornehmen.


WM heute: News vom 31.05.2018

Gomez wieder im Training - Boateng macht nächsten Schritt

 

Mario Gomez ist ins Training der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurückgekehrt. Der Torjäger des VfB Stuttgart klagte zuletzt über muskuläre Probleme und verpasste daher am Dienstag das Mannschaftstraining und am Mittwoch das interne Testspiel gegen die U20-Auswahl des DFB (2:0) in Eppan. Gomez könnte damit eine Option für das Länderspiel am Samstag (18.00 Uhr/ZDF) gegen Österreich in Klagenfurt sein.

Jerome Boateng hat derweil einen weiteren kleinen Schritt Richtung seines Comebacks gemacht. Der Innenverteidiger absolvierte im Trainingslager in Südtirol am Donnerstag erst eine Laufeinheit, dann nahm er an Passübungen des gesamten Teams teil. Ein Einsatz gegen die nicht für die WM qualifizierten Österreicher kommt für den Münchner nach seiner Muskelverletzung im Adduktorenbereich aber noch zu früh.

Bundestrainer Joachim Löw muss zudem noch auf Toni Kroos verzichten, der nach dem Champions-League-Triumph mit Real Madrid erst am Samstag im Teamhotel Weinegg erwartet wird. Nach dem Länderspiel in Klagenfurt muss Löw am Montag beim Weltverband FIFA seinen 23er-Kader für die WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) melden.

 

WM heute: News vom 30.05.2018

Slogan des deutschen WM-Busses: "Zusammen. Geschichte schreiben"

 

"Zusammen. Geschichte schreiben" - das ist der Slogan des Busses, der die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Russland in die Stadien bringen wird. Ausgewählt wurde das Motto zusammen mit den Slogans für die Mannschaftsbusse der weiteren 31 teilnehmenden Nationen im Rahmen der Kampagne "Be there with Hyundai".

Vom 26. April bis zum 14. Mai konnten Fußballfans in aller Welt per Online-Wahl für ihren Lieblingsslogan abstimmen. Zuvor waren rund 160.000 Vorschläge für die Beschriftung der Busse eingegangen, pro Nation standen die jeweils besten drei Sprüche zur Abstimmung.

Der deutsche Slogan setzte sich in der Abstimmung gegen die beiden Beiträge "Ein Team, ein Weg, ein Ziel" und "Gib mir 5" durch. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw greift bei der Endrunde in Russland (14. Juni bis 15. Juli) nach dem fünften Stern. Dabei könnte die DFB-Auswahl erstmals ihren WM-Titel erfolgreich verteidigen.


WM heute: News vom 29.05.2018

Köpke schimpft auf Karius-Kritiker: "Grenzwertig"

 

Bundestorwarttrainer Andreas Köpke hat mit reichlich Unverständnis auf die herbe Kritik einiger ehemaliger Kollegen an Liverpools Keeper Loris Karius reagiert. Er finde es "grenzwertig und total unverständlich", wie Experten, "mit denen ich selbst noch zusammengespielt habe", die Leistung bewertet hätten, sagte Köpke im Trainingslager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Eppan/Südtirol.

Da sei von der "schlechtesten Torwartleistung seit 20 oder 30 Jahren" die Rede gewesen: "Darüber kann ich nur den Kopf schütteln", führte Köpke weiter aus und spielte auf die Kritik von Lothar Matthäus an. Er hoffe, "dass Loris so gefestigt ist, um aus diesem Tief herauszukommen", so Köpke.

Das Trainerteam des DFB um Köpke, Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff habe Karius nach der Niederlage im Champions-League-Finale gegen Real Madrid (1:3) eine SMS geschickt. "Wir haben versucht, ihn wieder aufzubauen und ihm geschrieben, dass er den Kopf hoch nehmen soll", berichtete Köpke am Dienstag.

Karius hatte mit zwei Aussetzern maßgeblichen Anteil am Sieg von Real. "Das ist brutal für ihn, so etwas erleben zu müssen. Ich hoffe, dass er von Liverpool und Jürgen Klopp Unterstützung bekommt, um da wieder rauszukommen", sagte Köpke.

Beim DFB spielt Karius (24) keine Rolle. Man habe ihn, so der Bundestorwarttrainer, beobachtet, "aber er ist nicht in der engeren Wahl". Seine Hinrunde in Liverpool sei nicht so gut gewesen, in der Rückrunde habe sich Karius dann "super gesteigert. Und jetzt das Finale. Die Voraussetzungen waren gut, aber man muss abwarten, wie er das wegsteckt."


WM heute: News vom 24.05.2018

Joachim Löw hat die Titelverteidigung fest im Blick"

 

 
Vor malerischer Kulisse stimmt der Bundestrainer die deutsche Nationalmannschaft auf die historische Titelmission bei der WM in Russland ein. Im Trainingslager in Südtirol sollen die Grundlagen geschaffen werden, voll konzentriert ging es schon am ersten Tag nach der Anreise zur Sache. Denn die Jagd nach dem fünften Stern treibt Löw und seine Spieler gleichermaßen an.


O-Ton Joachim Löw, Bundestrainer: „Wir müssen keine Gier entwickeln, denn diese Gier und der Ehrgeiz sind ungebrochen - auch bei denen, die Weltmeister geworden sind. // Wir müssen den Hunger nicht nach oben treiben. Der ist bei allen, die hier sind, vorhanden.“

Auf dem Weg zum Titel stehen für Löw allerdings noch knifflige Personalentscheidungen bevor. Der Kampf um die Plätze wird sich in den kommenden Tagen verschärfen. Denn noch lässt der Bundestrainer offen, wer es aus dem bislang 27-köpfigen Aufgebot in den endgültigen WM-Kader schaffen wird. 

O-Ton Joachim Löw, Bundestrainer: „Ich habe keinem Spieler gesagt, dass er nur auf Bewährung hier ist. Alle haben die gleichen Chancen. // Man muss niemandem sagen, dass man hier Gas geben muss. Es ist allen klar, dass dieses Trainingslager dazu dient, sich die nötige Power für ein solches Turnier zu holen.“

Am 4. Juni muss Löw seinen Kader auf 23 Spieler reduzieren. Spätestens dann steht fest, wen der Bundestrainer mit nach Russland nimmt - um am Ende wieder über den WM-Titel jubeln zu können. 

SID xjw ek, MARC PLÖNNES / SID TV / SID

 


WM heute: News vom 23.05.2018

Weltmeister im WM-Trainingslager eingetroffen

 

 

Die deutsche Nationalmannschaft startet ihre Mission Titelverteidigung in Eppan in Südtirol und ist dort im Trainingslager angekommen. Damit startet die heiße Phase der Mission Titelverteidigung. 19 der 27 Spieler des vorläufigen WM-Kaders trafen am Mittwochmittag in Südtirol ein. Dort, wo bereits vor vier Jahren der Grundstein für den späteren WM-Triumph gelegt wurde. Daran möchte Teammanager Oliver Bierhoff anknüpfen:
 
O-Ton Oliver Bierhoff, Teammanager Nationalmannschaft:
- "Haben Anspruch und Wunsch, Titel zu verteidigen." 
 
Bis zum 7. Juni bereitet sich die deutsche Nationalmannschaft in Südtirol auf die WM in Russland vor. Am 17. Juni steigt das DFB-Team mit dem Spiel gegen Mexiko ins Turnier ein.

SID xlc ek


WM heute: News vom 15.05.2018

WM-Aufgebot mit Neuer und Petersen, ohne Götze!

 

 

Überraschung bei der WM-Nominierung: Mario Götze steht nicht im vorläufigen deutschen WM-Kader. Dagegen nominierte Bundestrainer Joachim Löw erstmals Nils Petersen - statt Sandro Wagner. Manuel Neuer ist wie erwartet mit im Aufgebot. Alle Nominierten auf einen Blick.


TOR
Bernd Leno (Bayer Leverkusen), 
Manuel Neuer (Bayern München), 
Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona), 
Kevin Trapp (Paris St. Germain)

ABWEHR
Jerome Boateng (Bayern München), 
Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), 
Jonas Hector (1. FC Köln), 
Mats Hummels (Bayern München), 
Joshua Kimmich (Bayern München), 
Marvin Plattenhardt (Hertha BSC), 
Antonio Rüdiger (FC Chelsea), 
Niklas Süle (Bayern München), 
Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)

MITTELFELD
Julian Brandt (Bayer Leverkusen), 
Julian Draxler (Paris St. Germain), 
Ilkay Gündogan (Manchester City), 
Leon Goretzka (Schalke 04), 
Sami Khedira (Juventus Turin), 
Toni Kroos (Real Madrid), 
Thomas Müller (Bayern München), 
Mesut Özil (FC Arsenal), 
Sebastian Rudy (Bayern München), 
Marco Reus (Borussia Dortmund), 
Leroy Sane (Manchester City), 

ANGRIFF
Mario Gomez (VfB Stuttgart), 
Nils Petersen (SC Freiburg),
Timo Werner (RB Leipzig)

SID ek

 


WM heute: News vom 12.05.2012

Deutschland startet als Nr. 1 der Welt in die Fußball WM 2018

 

 

Fußball-Weltmeister Deutschland bleibt Spitzenreiter der FIFA-Weltrangliste. Trotz zweier siegloser Begegnungen gegen Spanien (0:0) und Brasilien (0:1) im März verteidigte das Team von Bundestrainer Joachim Löw die Spitzenposition vor den Südamerikanern.

Neuer Dritter ist Belgien, das sich um zwei Positionen verbesserte. Größte Gewinner in den Top 20 sind allerdings Tunesien und Uruguay. Die Nordafrikaner verbesserten sich um gleich neun Positionen auf Rang 14, Uruguay machte fünf Plätze gut und belegt nun Rang 17. Größter Verlierer ist Italien, das sechs Plätze einbüßte und nur noch auf Platz 20 geführt wird.

Die Top 10 der FIFA-Weltrangliste 

1. Deutschland 1533 Punkte (vorherige Punktzahl 1609),
2. Brasilien 1384 (1489)
3. Belgien 1346 (1337)
4. Portugal 1306 (1360)
5. Argentinien 1254 (1359)
6. Schweiz 1179 (1197)
7. Frankreich 1166 (1185)
8. Spanien 1162 (1228)
9. Chile 1146 (1161)
10. Polen 1118 (1228) 

ALEXANDER MICKSCH / SID TV / SID

 


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