Weltmeister: Frankreich

WM 1998 in Frankreich

©AFP PHOTO / PEDRO UGARTE

Die 15. Fußball Weltmeisterschaft in Frankreich wurde erstmals unter 32 Teilnehmernationen ausgetragen, wodurch den Verbänden aus Afrika und Asien ein größeres Gewicht eingeräumt werden konnte.

So starteten aus der Qualifikation 15 Teilnehmer aus Europa, 8 aus Nord-, Süd-, Mittelamerika und der Karibik, 5 aus Afrika und 4 aus Asien. Aus den Mannschaften wurden acht Gruppen gebildet, aus denen sich jeweils der erst- und zweitplatzierte für die K.-O-Runde mit dem Achtelfinale qualifizierte.

Nach einer Vorrunde ohne große Überraschungen kam es im Achtelfinalspiel zwischen Frankreich, und Paraguay zum ersten Golden Goal der WM Geschichte. Durch das Tor von Blanc in der 114. Minute zog Frankreich nach einem glanzlosen Spiel ins Viertelfinale ein. Brasilien mit seinem Superstar Ronaldo schaffte mit 4:1 über Chile den Viertelfinaleinzug ohne Probleme.

Erst im Viertelfinale kam es zu hochklassigen Partien. Frankreich konnte dabei Italien nach Elfmeterschießen ausschalten. Unvergessen bleibt dabei der verschossene Elfmeter des italienischen Stars und Hoffnungsträgers di Baggio, der seinen Schuss an die Latte setzte und damit das Aus der Italiener besiegelte. Nach durchschnittlichen Leistungen im Turnier unterlag Deutschland Kroatien deutlich mit 0:3 und musste so wie die Italiener frühzeitig die Koffer packen. Schließlich qualifizierten sich außerdem Brasilien und die Niederlande für das Halbfinale, in dem beide Mannschaften direkt aufeinander trafen. Durch ein 4:2 nach Elfmeterschießen zog Brasilien ins Finale ein und traf dort auf den Gastgeber aus Frankreich, das Kroatien 2:1 im Halbfinale bezwungen hatte.

Die Umstände unter denen der brasilianische Star Ronaldo im Finale spielte sind bis heute ungeklärt. Nach dem er am Finaltag wegen eines Anfalls zunächst ins Krankenhaus eingeliefert wurde und so nicht auf dem Spielbogen gestanden hatte, war er schließlich doch im Aufgebot der Brasilianer, wirkte auf dem Platz aber regelrecht desorientiert und war in desolater körperlicher Verfassung. Noch immer halten sich Gerüchte, dass der Sponsor Nike Druck ausübte und erwirkt hatte, dass ihr wichtigstes Testimonial im WM Endspiel auflief. Die brasilianische Mannschaft litt offensichtlich unter diesen merkwürdigen Umständen, kam im Finale nie richtig ins Spiel und verlor am Ende deutlich mit 0:3. Ein anderer Stern strahlte am Fußballhimmel: Es war der Zinédine Zidanes, der seine überragende Leistung im Finale mit zwei Toren gekrönt hatte und zum gefeierten Liebling einer ganzen Nation geworden war. Das Gastgeberland Frankreich war im Siegestaumel und feierte den 1. WM Triumph ihrer Mannschaft.

Der Weg von Deutschland

Gruppe F    
Deutschland 2:0 USA
Deutschland 2:2 Jugoslawien
Deutschland 2:0 Iran
1/8 Finale    
Deutschland 2:1 Mexico
1/4 Finale    
Deutschland 0:3 Kroatien
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