Weltmeister: Brasilien

WM 1994 in den USA

©AFP PHOTO / DANIEL GARCIA

Entgegen vielfacher Befürchtungen entwickelte sich die 15. Fußball Weltmeisterschaft in den USA zum Zuschauermagnet. Keine andere Weltmeisterschaft erreichte bis heute den amerikanischen Durchschnitt von knapp 70.000 Zuschauern pro Spiel.

nd das, obwohl kein Gastgeber jemals so schnell aus einem WM Turnier ausschied, wie die USA. Nach Platz 3 in der Vorrundengruppe war für die amerikanische Mannschaft bereits nach der Achtelfinalniederlage gegen Brasilien Schluss.

Auch Kolumbien schied entgegen hoher Erwartungen frühzeitig aus dem Turnier aus, für die Kolumbianer war die WM bereits nach der Vorrunde vorbei. Entscheidend war die Niederlage im Spiel gegen die USA, die durch ein Eigentor von Andrés Escobar eingeleitet wurde. Escobar wurde in Kolumbien nach der Rückkehr der Mannschaft noch während der Fußball Weltmeisterschaft ermordet. Die genauen Umstände konnten nie geklärt werden.

Gut ins Turnier startete die Mannschaft aus Argentinien, aus der - für viele überraschend - wieder ihr Superstar Diego Armando Maradona bei seiner 4. WM Teilnahme herausragte. Nach zwei hervorragenden Spielen wurde Maradona jedoch bei einer Urinprobe positiv auf verschiedene verbotene Substanzen getestet und mit sofortiger Wirkung von der WM ausgeschlossen. Die argentinische Mannschaft konnte sich von diesem Schock nicht erholen und schied im Achtelfinale gegen Rumänien aus.

Auch die deutsche Mannschaft hatte in der Vorrunde einen starken Eindruck hinterlassen, besonders das spielstarke Sturmduo Klinsmann/ Völler konnte überzeugen. Stefan Effenberg hingegen, nach schwachen Leistungen im Vorrundenspiel gegen Südkorea von eigenen Fans ausgepfiffen, streckte den Kritikern den „Stinkefinger“ entgegen und wurde vom DFB unmittelbar nach Hause beordert. Im Viertelfinale gegen Bulgarien schied Deutschland trotz deutlicher Spielüberlegenheit völlig überraschend aus. Damit war er Titelverteidiger aus dem Turnier.

Brasilien, traditionell als Top Favorit gehandelt, konnte mit einer ausgeprägten Defensivtaktik spielerisch wenig überzeugen, qualifizierte sich aber dennoch für das Halbfinale, genauso wie Italien, das im Verlauf des Turniers immer besser ins Spiel kam. Hinzu kamen die zwei Überraschungsteilnehmer Rumänien und Schweden, die sich den Favoriten in den Halbfinalspielen jedoch geschlagen geben mussten. So trafen im Finale Brasilien und Italien aufeinander. Das wenig interessante und von Taktik geprägte Spiel konnten am Ende die glücklichen Brasilianer nach Elfmeterschießen für sich entscheiden, gewannen damit die Fußball WM zum vierten Mal und waren wieder alleiniger Rekordweltmeister.

Der Weg von Deutschland

Gruppe C    
Deutschland 1:0 Bolivien
Deutschland 1:1 Spanien
Deutschland 3:2 Süd Korea
1/8 Finale    
Deutschland 3:2 Belgien
1/4 Finale    
Bulgarien 2:1 Deutschland
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